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Wie funktioniert das Leben in der Krise? Sechs Fragen und Antworten aus dem Coronaalltag

  • Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wird das gesellschaftliche Leben in Deutschland eingeschränkt.
  • Nur wenige Geschäfte dürfen noch öffnen, viele Menschen arbeiten derzeit im Homeoffice.
  • Sechs Fragen und Antworten zum Alltag mit dem Coronavirus.
Michèle Förster
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Hannover. Anfang der Woche hat sich die Bundesregierung dazu entschieden, das öffentliche Leben nach dem Vorbild anderer Länder weitgehend einzuschränken. Viele Bürger stellen sich nun die Frage, wie das Leben in der Coronakrise weitergeht. Wir beantworten sechs Fragen zum Alltag in Deutschland.

1. Welche Geschäfte haben noch geöffnet?

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Um eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verhindern, haben Bund und Länder sich am Montag darauf verständigt, die meisten Geschäfte und öffentlichen Plätze bundesweit zu schließen.

Dazu zählen beispielsweise Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks, Spielhallen, Wettannahmestellen, Bordelle, Sportanlagen, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Geschäfte des Einzelhandels, Outlet-Center und Spielplätze.

Weiterhin geöffnet bleiben jedoch sämtliche Geschäfte, die für unser Leben unverzichtbar sind. Dazu zählen:

  • Geschäfte für Lebensmittel, Getränkemärkte und Wochenmärkte
  • Liefer- und Abholdienste
  • Apotheken, Sanitätshäuser, Optiker und Fachgeschäfte für Hörgeräte
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken, Sparkassen und Poststellen
  • Friseure, Reinigungen und Waschsalons
  • Zeitungsverkauf und Kioske
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel
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Um eine lückenlose Versorgung der Bürger sicherzustellen, sollen auch Sonntagsöffnungen erlaubt werden.

Auch Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Ebenso bleiben alle Einrichtungen des Gesundheitswesen unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesregierung.

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Restaurants dürfen nur zwischen 6 und 18 Uhr öffnen und müssen für einen ausreichenden Abstand zwischen den Tischen sorgen.

2. Welche Ämter haben noch geöffnet?

Für die Anordnung der Schließung von Finanz- und Bürgerämtern sind die jeweiligen Landesregierungen zuständig. In einigen Bundesländern wie Bayern, Hamburg und Hessen ist das bereits der Fall. Auch einzelne Städte können diese Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Besucher anordnen.

Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Finanz- oder Bürgeramt über die aktuellen Öffnungszeiten.

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3. Welche Einschränkungen gibt es im öffentlichen Nahverkehr?

Laut Anordnung der Bundesregierung sind Fahrten mit Reisebussen bis auf Weiteres verboten. Deutschlands größter Fernbusanbieter Flixbus hat deswegen seinen Betrieb bereits eingestellt. Auch Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen dürfen nicht mehr zu touristischen oder Erholungszwecken gebucht werden.

Auch der Nahverkehr der Deutschen Bahn soll in dieser Woche deutlich eingeschränkt werden. In vielen Regionen des Landes haben die Verkehrsunternehmen ebenfalls ihre Fahrpläne dem geringeren Fahrgastaufkommen angepasst. In Berlin dürfen Fahrgäste zudem nicht mehr vorne beim Busfahrer einsteigen.

4. Was tun, wenn wegen der Coronakrise das Geld für die Miete fehlt?

Wegen der aktuellen Coronakrise sind Jobs und die Einkommen vieler Menschen gefährdet. Wer derzeit nicht arbeiten kann, wird unter Umständen auch Schwierigkeiten haben, die Miete zu bezahlen. Im schlimmsten Fall führen ausbleibende Mietzahlungen zum Verlust der Wohnung.

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Der Deutsche Mieterbund empfiehlt Vermietern, von Kündigungen in der Zeit der Coronakrise komplett abzusehen. Auch die Bundesregierung will jene Menschen schützen, die wegen der aktuellen Situation ihre Miete nicht zahlen können.

Das Bundesjustizministerium sucht derzeit nach einer Lösung für diese Notsituation und prüfe entsprechende Möglichkeiten, berichtet die “Welt”.

5. Wie lernen Schüler, wenn sie nicht mehr in die Schule können?

Durch die bundesweiten Schulschließungen setzen Lehrer und Eltern jetzt verstärkt auf E-Learning. Experten raten, dass Kinder trotz der vorgezogenen Ferien an einem strukturierten Tagesablauf festhalten. Hier finden Sie eine Übersicht der besten E-Learning-Plattformen für Kinder.

6. Was hilft gegen Langeweile in Quarantäne?

Zwar sind derzeit Sportanlagen, Schwimmbäder, Spielplätze und Kulturbetriebe geschlossen, aber es gibt viele andere Möglichkeiten, um sich die Zeit in der Isolation zu vertreiben.

Besonders für Eltern könnten die kommenden Wochen zur Belastungsprobe werden. Unsere Redaktion hat Tipps zusammengestellt, was sie mit Kindern in Quarantäne unternehmen können. Auch für Paare kann das ungewohnte Aufeinanderhocken belastend sein. Damit es nicht zu einer Beziehungskrise kommt, geben wir Paaren Tipps für das Zusammenleben.

In Deutschland gibt es derzeit noch keine Ausgangssperren wie beispielsweise in Italien oder Frankreich. Spaziergänge an der frischen Luft sind deshalb weiterhin erlaubt. Virologen raten jedoch dazu, auch in der Natur einen ausreichenden Abstand zu anderen Menschen einzuhalten. Mehr zum Thema: Sollte man wegen der Ansteckungsgefahr auf Spaziergänge verzichten?


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