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WHO: Millionen Kinder verpassen Schutzimpfungen wegen Corona-Pandemie

  • Laut einer Auswertung haben mehr als 20 Millionen Kinder im letzten Jahr ihre Schutzimpfungen nicht erhalten.
  • Demnach haben die Kinder Impfungen gegen Krankheiten wie Masern, Tetanus und Keuchhusten verpasst.
  • Nun drohen vermeidbare Krankheitsausbrüche.
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Köln, Genf. Mehr als 20 Millionen Kinder haben im ersten Jahr der Corona-Pandemie ihre Impfung gegen Krankheiten wie Masern, Tetanus und Keuchhusten verpasst. Im Jahr 2020 seien weltweit 23 Millionen Kinder nicht wie vorgesehen geimpft worden, erklärten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef am Donnerstag in Köln und Genf. Neben Konflikten sei auch die Corona-Pandemie für den Rückgang verantwortlich. Es drohten vermeidbare Krankheitsausbrüche, warnten die UN-Organisationen.

Den Angaben zufolge haben die Weltgesundheitsorganisation und Unicef die Durchimpfungsrate gegen 13 Krankheiten aus 160 Ländern ausgewertet. Demnach haben knapp 23 Millionen Kinder nicht den vollen Impfschutz gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten erhalten. Zudem hätten rund 22 Millionen Kinder ihrer erste Impfdosis gegen Masern verpasst. Insgesamt seien 2020 knapp vier Millionen Aufwachsende weniger als im Jahr zuvor geimpft worden.

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WHO: Andere Immunisierungen nicht vernachlässigen

Die UN-Organisationen führen den Rückgang auch auf die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen zurück. In vielen Teilen der Welt wurden demnach Impfprogramme eingeschränkt, weil das Gesundheitspersonal und viele Ressourcen für den Kampf gegen Corona eingesetzt wurden. „Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Unterbrechungen haben dazu geführt, dass wir an Boden verloren haben“, sagte die Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore.

Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte, die Immunisierung gegen andere Krankheiten trotz der Corona-Pandemie nicht zu vernachlässigen. „Der Ausbruch verschiedener Krankheiten zugleich wäre für die Gemeinden und Gesundheitssysteme, die bereits mit Covid-19 zu kämpfen haben, katastrophal“, sagte er.

RND/epd

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