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„Verbrennung fossiler Brennstoffe bringt uns um“: WHO verlangt ehrgeizige Klimaziele

Fahrzeuge warten an einer Überfahrt mitten im Morgensmog in Neu-Delhi, Indien. Vor der Weltklimakonferenz in Glasgow hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit deutlichen Worten zu ehrgeizigen neuen Klimaschutzzielen aufgerufen.

Fahrzeuge warten an einer Überfahrt mitten im Morgensmog in Neu-Delhi, Indien. Vor der Weltklimakonferenz in Glasgow hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit deutlichen Worten zu ehrgeizigen neuen Klimaschutzzielen aufgerufen.

Genf. Vor der Weltklimakonferenz in Glasgow hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit deutlichen Worten zu ehrgeizigen neuen Klimaschutzzielen aufgerufen. „Die Verbrennung fossiler Brennstoffe bringt uns um“, teilte sie am Montag in Genf mit. „Der Klimawandel ist die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit.“ In zehn Empfehlungen verlangt die WHO unter anderem bessere Lebensqualität in Städten, Vorrang für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende und Nutzende des öffentlichen Verkehrs und eine nachhaltige Agrarwirtschaft. 300 Verbände veröffentlichten im Namen von 45 Millionen Pflegekräften weltweit einen Appell an die Regierungen, schärfere Klimaschutzmaßnahmen zu erlassen.

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Verbesserungen beim Klimaschutz hätten enorme positive Wirkung für die Gesundheit, so die WHO. Damit könnten erhebliche Krankheitskosten gespart werden. Allein durch Luftverschmutzung sterben nach Angaben der WHO jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen frühzeitig, etwa 13 pro Minute. Wenn die WHO-Standards für Luftverschmutzung eingehalten würden – wofür unter anderem der Treibhausgas-Ausstoß, der den Klimawandel anheizt, deutlich verringert werden müsste – könnten 80 Prozent der dadurch verursachten Todesfälle vermieden werden.

Auch in Deutschland zu hohe Feinstaubbelastung

Die WHO hatte die gesundheitlich noch vertretbaren Grenzwerte etwa für Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2) erst im September verschärft. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden die neuen WHO-Werte sowohl bei Stickstoffdioxid als auch bei Feinstaub im vergangenen Jahr in weiten Teilen Deutschland überschritten.

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Im Appell der Pflegekräfte hieß es: „Überall dort, wo wir Pflege leisten, in unseren Krankenhäusern, Kliniken und Gemeinden auf der ganzen Welt, kümmern wir uns bereits um die durch den Klimawandel verursachten Gesundheitsschäden.“ Erwähnt werden etwa Hitzewellen, Waldbrände, die häufigere Übertragung von Erregern in Lebensmitteln und im Wasser, Mangelernährung durch den Ausfall von Ernten, Stress und Angst-Zustände durch den Verlust des Lebensraums.

„Wir rufen die Staats- und Regierungschefs aller Länder und ihre Vertreter auf der COP26 auf, die drohende Gesundheitskatastrophe abzuwenden“, heißt es in dem Appell. Die am stärksten vom Klimawandel Betroffenen seien diejenigen, die am wenigsten dafür verantwortlich seien. Reiche Länder müssten mehr Geld für Anpassungen in anderen Weltregionen zur Verfügung stellen.

RND/dpa

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