WHO: Weltweite Impfstoffversorgung von Astrazeneca-Sorgen nicht betroffen

  • In immer mehr Ländern werden Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca gestoppt.
  • Die Weltgesundheitsorganisation schließt aus, dass der Impfstopp sich auf die weltweite Verteilung auswirkt.
  • Innerhalb des Covax-Programms sollen weiterhin über 200 Millionen Astrazeneca-Dosen produziert und verschifft werden.
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Genf. Die weltweite Verteilung von Coronavirus-Impfdosen bleibt nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unberührt von den wachsenden Sorgen rund um das Astrazeneca-Vakzin. Die Dosen für die Impfinitiative Covax würden in Indien und Südkorea produziert, teilte die WHO am Montag mit. Die Debatte über Sicherheit betreffe Dosen, die in Europa hergestellt würden, „nicht Impfstoffe, die über Covax-Einrichtungen bereitgestellt werden“.

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Covax-Programm läuft wie geplant weiter

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Das Covax-Programm soll Länder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus mit Impfstoffen versorgen und zielt auf eine weltweit gerechte Verteilung von Vakzinen ab. Das von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelte Mittel spielt für das Covax-Programm eine wesentliche Rolle: Bis Ende Mai sollen über die Initiative mehr als 200 Millionen Dosen verschifft werden.

In Europa dagegen wächst die Zahl der Länder, die Impfungen mit dem Vakzin vorerst aussetzen. Am Montag kamen Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu einer Liste von Ländern hinzu, den Anfang hatte vergangene Woche Dänemark gemacht. Grund für die als Vorsichtsmaßnahme bezeichnete Entscheidung sind Fälle von Patienten, bei denen nach der Impfung Blutgerinnsel auftraten.

„Vorteile überwiegen Risiken“

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Die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan sagte, weltweit seien 300 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen verabreicht worden und mit ihnen stehe kein dokumentierter Todesfall in Zusammenhang. Die Raten, in denen Blutgerinnsel bei Menschen aufgetreten seien, die den Astrazeneca-Impfstoff erhalten haben, „sind tatsächlich geringer als das, was man in der allgemeinen Bevölkerung erwarten würde“.

Die aktuelle Empfehlung der WHO lautet, dass die Vorteile des Einsatzes von Impfstoffen wie Astrazeneca und Co. deutlich die Risiken überwiegen.

RND/AP

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