WHO warnt: Lightgetränke können dramatische Folgen haben

  • Lightgetränke sind keineswegs eine gute Alternative zu Zuckerbrausen.
  • Schon zwei Gläser dieser Limonaden erhöhen das Sterberisiko drastisch, so eine aktuelle Studie der WHO.
  • Künstlich gesüßte Getränke fördern demnach vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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Um vermeintlich gesünder zu leben, greifen viele Menschen lieber zu den Lightvarianten von Coca Cola und Co. Einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge ist diese Alternative aber wenig empfehlenswert. Schädlich sind beide Varianten – egal ob zuckerhaltig oder künstlich gesüßt. Den Ergebnissen zufolge liegt das Sterberisiko von Menschen, die diese Softdrinks konsumieren, um 17 Prozent höher als von Menschen, die weniger als ein Glas der Softdrinks im Monat trinken. Die Studie ist im Fachjournal „Jama“ erschienen.

Gewohnheiten von 450.000 Menschen beobachtet

Für die Langzeitstudie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO wurden die Daten von mehr als 450.000 Menschen in zehn europäischen Ländern zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten erhoben, die Probanden anschließend 16 Jahre lang regelmäßig befragt.

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Unterschiede stellten die Forscher fest, was die Art der Erkrankungen angeht. Menschen, die regelmäßig mit normalem Zucker gesüßte Getränke zu sich nahmen, hatten ein höheres Risiko, an Erkrankungen des Verdauungstrakts zu sterben. So ist bei zuckerhaltigen Getränken belegt, dass sie vor allem Übergewicht, Diabetes und Stoffwechselkrankheiten hervorrufen. Diejenigen, die Lightgetränke konsumierten, erlitten eher Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu zählen Schlaganfälle und Herzinfarkte. Die Ergebnisse seien für Männer und Frauen gleich.

Unabhängige Experten weisen allerdings auch auf die Grenzen der Studie hin. Menschen, die süße Softdrinks konsumieren, könnten auch in anderen Bereichen ungesund leben, was zu einem kürzeren Leben führen könne.

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