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In Deutschland bisher nur Männer betroffen

WHO: Affenpocken könnten für Kinder und Schwangere gefährlich werden

In Deutschland betreffen bisher alle Fälle von Affenpocken Männer. Dennoch befürchtet die WHO Risiken auch für Kinder und schwangere Frauen.

In Deutschland betreffen bisher alle Fälle von Affenpocken Männer. Dennoch befürchtet die WHO Risiken auch für Kinder und schwangere Frauen.

Genf. Rund drei Wochen nach dem ersten Nachweis von Affenpocken in Deutschland ist die Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) erfassten Infektionen auf 113 gestiegen. Ein großer Teil der gemeldeten Ansteckungen geht auf die Hauptstadt zurück: Die Berliner Gesundheitsverwaltung wies mit Stand Dienstagabend 72 Betroffene aus, von denen 13 im Krankenhaus behandelt würden. Deutschland zählt den bisherigen Daten zufolge neben Großbritannien, Spanien und Portugal zu den europäischen Ländern mit besonders vielen Virus-Nachweisen.

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Weltweit über 1000 Fälle in nicht endemischen Ländern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich am Mittwoch in einer Videokonferenz zur Lage der aktuellen Affenpockenausbrüche geäußert. Über 1000 Fälle aus 29 Ländern, in denen das Virus nicht endemisch ist, seien der WHO übermittelt worden sagte WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus. Die plötzliche Ausbreitung der Affenpocken in mehreren nicht endemischen Ländern deute darauf hin, dass es bereits seit einiger Zeit zu unbemerkten Übertragungen gekommen sei. „Wie lange schon, wissen wir nicht“, sagte Ghebreyesus.

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Laut RKI sind alle der bisher in Deutschland gemeldeten Fälle Männer. Weltweit seien in nicht endemischen Ländern vor allem Männer betroffen, die Sex mit Männern haben, teilte auch die WHO mit. Dennoch sieht die Organisation mögliche Risiken für vulnerable Gruppen. Inzwischen werde aus einigen Ländern bereits von anderen Übertragungen berichtet, einschließlich Infektionen bei Frauen.

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WHO: Risiko ist real

„Das Risiko, dass die Affenpocken sich in nicht endemischen Ländern etablieren, ist real“, so Ghebreyesus. „Die WHO ist insbesondere besorgt über die Risiken des Virus für vulnerable Gruppen, einschließlich Kinder und schwangere Frauen.“ Dieses Szenario könne aber verhindert werden. Es gebe effektive Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung. Nachweislich Erkrankte sollten sich isolieren und Kontakt zu anderen Menschen im Haushalt meiden. Ghebreyesus rief die Länder zu weiteren Bemühungen auf, um alle Fälle von Affenpocken zu identifizieren und Kontakte nachzuverfolgen, um den Ausbruch einzudämmen.

RKI: 113 Fälle von Affenpocken in Deutschland

Rund drei Wochen nach dem ersten Nachweis von Affenpocken hierzulande ist die Zahl der beim Robert Koch-Institut erfassten Infektionen auf 113 gestiegen.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Der Erreger wird laut RKI meist durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Experten hatten vor einer Weiterverbreitung des Virus, etwa bei bevorstehenden Festivals und Partys gewarnt.

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Nach Angaben des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von voriger Woche lassen Untersuchungen zu den bisherigen Fällen darauf schließen, dass der Ausbruch in der WHO-Region Europa bereits Mitte April im Gang gewesen sei. Es handle sich um den größten und geografisch am weitesten verbreiteten Affenpockenausbruch, über den jemals außerhalb der Endemiegebiete in West- und Zentralafrika berichtet worden sei.

Mit Material von dpa

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