Wenn die Regel zur Qual wird: Tipps bei Menstruationsbeschwerden

  • Rund 50 bis 90 Prozent aller jungen Frauen werden regelmäßig von Unterleibsschmerzen während der Periode geplagt.
  • Auch kann es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden kommen.
  • Doch es muss nicht immer zu Medikamenten gegriffen werden. Wir stellen Alternativen vor.
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Hannover. Periodenschmerzen gehören für viele Frauen zum Alltag dazu. Bei Betroffenen mit starken Schmerzen produziert die Gebärmutter zu viel von dem Botenstoff Prostaglandin. Dies führt zu schmerzhaften Krämpfen im Unterleib, die in den Rücken und andere Körperteile strahlen können. Auch kann es zu Durchfall, Magenproblemen und Kopfschmerzen kommen.

Bei 10 Prozent der Frauen sind die Beschwerden während der Menstruation sogar so stark, dass sie sich an bis zu drei Tagen im Monat krankmelden müssen oder anders in ihrem Leben eingeschränkt werden. Mit diesen Tipps können Sie Regelbeschwerden lindern.

Wärme

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Bei Krämpfen im Unterleib kann Wärme Wunder bewirken. Besonders hilfreich sind Wärmflaschen oder Körnerkissen, die direkt auf den Bauch aufgelegt werden. Auch eine heiße Dusche oder eine Badewanne können Abhilfe schaffen, denn die Wärme wirkt krampflösend. Zum Baden können ätherisches Lavendelöl oder Johanniskrautöl die Wirkung noch verstärken.

Bewegung

Auch wenn einem bei Bauchkrämpfen nicht unbedingt danach ist: Bewegung hilft, denn durch zu langes Sitzen oder Stehen wird die Durchblutung eingeschränkt. Auch um Stresshormone abzubauen, hilft ein Gang vor die Tür. Am besten eignet sich ein Spaziergang an der frischen Luft. Auch Yoga, Gymnastik oder Schwimmen lockern die Muskulatur und wirken krampflösend.

Bettruhe

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Neben ausreichender Bewegung hilft auch Bettruhe. Genug Schlaf und Ruhe sorgen für Entspannung. Wichtig ist, die Pausen bewusst wahrzunehmen. Am besten machen Sie es sich mit einer weichen Decke in einer warmen Umgebung gemütlich. Zur Entspannung können auch Bücher oder Musik beitragen.

Kräutertees

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Auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und Mate sollte während der Menstruation verzichtet werden. Stattdessen helfen milde Kräutertees, Krämpfe und Verspannungen zu lösen. Besonders gut eignen sich Schafgarbentee, Gänsefingerkraut, Kamille und Brennnesseltee. Darüber hinaus ist es wichtig, genügend Wasser zu trinken. Zwei Liter am Tag sollten es mindestens sein.

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Verzicht

Außer auf wach machende Getränke sollte während der Periode auch auf andere Dinge verzichtet werden. Rauchen etwa stört die Durchblutung im Körper und kann Regelschmerzen verschlimmern. Alkohol hingegen verstärkt Symptome wie Übelkeit und Kopfschmerzen. Auch tierische Produkte wie Milch und Eier sollten reduziert werden. Stattdessen eignen sich Lebensmittel wie Nüsse, Pistazien, Spinat, Hülsenfrüchte und Leber, um den Eisenhaushalt zu stärken. Bananen und Schokolade wirken sich zudem positiv auf die Stimmung aus.

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Akupressur

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Akupressur gilt als hilfreiche Methode gegen Schmerzen während der Periode. Das haben unter anderem Forscher der Berliner Charité in einer Studie herausgefunden. Anders als bei der Akupunktur werden entsprechende Punkte am Körper mit Druck und Massage behandelt. Die Hauptpunkte befinden sich dabei eine Handbreit unter dem Nabel, in der Mitte der Leistenbeuge und zwei Fingerbreit oberhalb des Schambeins. Ist der Punkt empfindlich, wird er für etwa 30 Sekunden leicht massiert. Wenn ein Punkt weniger empfindlich ist, wird er intensiver für 10 bis 15 Sekunden gedrückt. Die Akupressur sollte bis zu dreimal täglich wiederholt werden.

Medikamente

Fallen Menstruationsbeschwerden regelmäßig so stark aus, dass es zu krankheitsbedingten Ausfällen kommt, sollte immer auch der Gynäkologe zurate gezogen werden. Medikamente können chronische Symptome lindern, indem sie unter anderem die Muskulatur in der Gebärmutter lockern. Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen und Naproxen können Abhilfe schaffen und hemmen Entzündungen. Gelegentlich kann es allerdings zu Nebenwirkungen wie Magenschmerzen und Übelkeit kommen. Kontaktieren Sie vor der Einnahme in jedem Falle einen Arzt oder Apotheker.

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