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Weniger Praxisbesuche im Lockdown – Digitalangebote von Ärzten werden stärker genutzt

  • Arztpraxen wurden während des Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr stark gemieden.
  • Besonders zwischen März und Mai und ab November 2020 gab es große Rückgänge.
  • Dafür haben immer mehr Patienten die Online-Angebote der Praxen genutzt.
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Berlin. Während der zwei Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr haben Menschen in Deutschland weniger ärztliche Leistungen in Anspruch genommen. Einen besonderen Rückgang verzeichneten die Kinder- und Jugendärzte, sie hatten etwa 17 Prozent weniger Fälle, teilte das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung am Montag mit. Auch die Psychotherapeuten wurden um rund 14 Prozent weniger besucht, ebenso wie die Hausärzte, die ihre Patienten knapp 13 Prozent seltener zu sehen bekamen. Der Rückgang war zwischen März und Mai sowie ab November 2020 besonders deutlich.

Gleichzeitig sind aber telefonische Beratungen und Videosprechstunden deutlich stärker in Anspruch genommen worden. Rund 6,3 Millionen Mal telefonierten Patienten mit ihren Ärzten zwischen März und Dezember 2020. Das waren fast 2,7 Millionen telefonische Sprechstunden mehr als noch im selben Zeitraum im Jahr davor. Auch die Videokonferenz mit dem Arzt wurde deutlich beliebter: Etwa 2,5 Millionen Mal hielten die Menschen zwischen April und Dezember so den Kontakt. 2019 - vor der Pandemie - waren es noch einige Tausend.

RND/dpa

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