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Nur wenige Landkreise an der Obergrenze – 50 Landkreise ohne Corona-Neuinfektionen

  • Die Corona-Pandemie scheint aktuell einen milden Verlauf zu nehmen.
  • In der vergangenen Woche gab es wenige Neuinfektionen, vielerorts sogar keine.
  • An die Obergrenze von 50 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner kam nur eine Handvoll Kreise heran.
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Berlin . Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland hat binnen einer Woche nur sehr wenige oder gar keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag hervor (Datenstand 18.5. 0 Uhr). Allerdings weist das RKI ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben durch Übermittlungsverzüge von den tatsächlichen Zahlen vor Ort abweichen können.

Wenige Landkreise kommen an die Obergrenze

Der RKI-Übersicht zufolge sind in rund 50 Landkreisen innerhalb von sieben Tagen keine neuen Ansteckungen bekannt geworden. In rund 220 waren es fünf oder weniger Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Eine Handvoll Kreise kratzte aber auch an der von der Politik festgelegten Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – oder lagen darüber. Der Wert dient als Grenze, bei deren Überschreitung strikte Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie vorgesehen sind – in der betreffenden Region. Insgesamt erfasst das RKI etwas mehr als 400 Kreise und kreisfreie Städte.

Laut RKI wurden deutschlandweit binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen gemeldet (Datenstand 18.5., 0 Uhr). Damit gibt es seit Ausbruch der Seuche 174.697 bekannte Ansteckungen. Die Zahl der mit Sars-CoV-2 infizierten Toten stieg innerhalb eines Tages um 21 auf 7935. Geschätzt 154.600 Menschen haben dem RKI zufolge ihre Infektion überstanden. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen schwankt von Wochentag zu Wochentag, ist aber in der Tendenz weiter fallend.

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Reproduktionszahl liegt aktuell unter 1,0

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Angaben vom Sonntag bei 0,94 (Datenstand 17.5., 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,87. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

RND/dpa

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