Weltärztepräsident: Mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Regeln nötig

  • Der Vorsitzende des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery fordert in der Corona-Krise mehr Einheitlichkeit.
  • Die eindämmenden Maßnahmen werden seiner Meinung nach zu schnell gelockert.
  • Dadurch wird der Bevölkerung ein falsches Bild vermittelt und viele Menschen denken, die Pandemie sei bereits vorüber.
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Berlin. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Regeln in Deutschland. "Die Bundesregierung sollte wieder die Regie und das Krisenmanagement übernehmen", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Wir müssen zu einheitlichen Regeln zurückkehren und damit aufhören, in jedem Bundesland andere Vorschriften zu machen."

Bundeseinheitliche Vorgaben für mehr Struktur

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“Wir müssen langsamer lockern, als dies momentan geschieht”, forderte Montgomery. “Der Schönheitswettbewerb der Ministerpräsidenten, die sich jetzt mit Lockerungsmaßnahmen überbieten, ist bedauerlich.” Da werde bei der Bevölkerung der Eindruck erweckt, die Pandemie sei bereits vorüber und alles wieder gut.

“Bis Ende März haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn hervorragend durch diese Krise geführt. Erst als die Ministerpräsidenten übernommen haben und der Wettbewerb zwischen Herrn Laschet und Herrn Söder losging, wurde es chaotisch.” Wenn es keine bundeseinheitlichen Vorgaben gebe, werde es unübersichtlich und gefährlich, so der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes. “Die Ministerpräsidenten sind mehr Teil des Problems und nicht der Lösung.”

RND/dpa

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