Welches wofür? Kleines Lexikon gängiger Schmerzmittel

  • Schmerzmittel sind Teil von fast jeder Hausapotheke und sollen schnell wirken, wenn etwas weh tut.
  • Die gängigsten sind frei verkäuflich.
  • Droht Suchtgefahr, müssen die Wirkstoffe vom Arzt verordnet werden.
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Berlin. Analgetika ist ein aus dem Griechischen hergeleiteter medizinischer Begriff für Schmerzmittel. Eine Übersicht der gängigsten Schmerzmittel:

  • Benzodiazepine: Rezeptpflichtige Medikamente, die zur kurzfristigen Behandlung von Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen verordnet werden. Sie stillen Schmerz, lockern Muskeln und beseitigen Ängste. Sie können ein rauschartiges Gefühl hervorrufen und gelten bei längerer Einnahme als suchtgefährdend.
  • Ibuprofen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure (ASS): Diese rezeptfrei erhältlichen Substanzen wirken durch die Blockade von Botenstoffen schmerzlindernd, haben aber auch fiebersenkende und entzündungshemmende Effekte. Ursprünglich dienten die Substanzen zur Behandlung von Arthritis-Patienten.
  • Opiate: Schmerzmittel, das aus natürlichem Opium (Schlafmohn) gewonnen wird. Der Hauptwirkstoff Morphin betäubt nicht nur körperliche, sondern auch seelische Schmerzen und sorgt für Euphorie und ekstatische Zustände. Wegen ihrer Suchtgefahr fallen die Medikamente unter das Betäubungsmittelgesetz und müssen mit speziellen Rezepten verschrieben werden.
  • Opiode: Synthetisch hergestellte, stark wirkende Schmerz- und Betäubungsmittel. Ihre Wirkweise ähnelt der von Morphin, sie haben ebenfalls ein hohes Suchtpotenzial und werden nur auf Rezept abgegeben.
  • Paracetamol: Gut verträgliches Analgetikum, das seine schmerzlindernde und fiebersenkende Wirkung wohl hauptsächlich im zentralen Nervensystem entfaltet. Wie die rezeptfreie Substanz genau wirkt, ist unvollständig geklärt. Sie hat keinen entzündungshemmenden Effekt.

RND/dpa