Weißer Hautkrebs: Was sind die Risiken und wann sollte ich zum Arzt?

  • Der Unternehmer Carsten Maschmeyer ist an Hautkrebs erkrankt.
  • Die Diagnose lautet Basalzellkarzinom, auch als weißer Hautkrebs bekannt.
  • Wie gut sind die Heilungschancen und welche Risikofaktoren gibt es?
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Mehr als 290.600 Menschen erkranken laut der Deutschen Krebshilfe jährlich an Hautkrebs. Die Diagnose trifft auch Prominente, zuletzt etwa den Unternehmer Carsten Maschmeyer (60). Der Ehemann der Schauspielerin Veronica Ferres ist Medienberichten zufolge bereits operiert worden, alles soll ohne Komplikationen verlaufen sein.

Viele Menschen treffe eine Krebserkrankung deutlich härter, sagte Maschmeyer zu seiner Krankheit. Was er damit meint: Es gibt verschiedene Hautkrebsarten mit unterschiedlichen Heilungschancen und Verläufen. Bei weißem Hautkrebs ist die Aussicht auf Heilung in der Regel sehr gut.

Weißer und schwarzer Hautkrebs: Heilungschancen unterschiedlich

Maschmeyer leidet an weißem beziehungsweise hellem Hautkrebs. Das ist laut der Deutschen Krebshilfe die häufigste Hautkrebserkrankung. Die “weißen” Hautkrebserkrankungen, Basalzell- und Plattenepithelkarzinom genannt, bilden nur sehr selten Metastasen und sind in den allermeisten Fällen heilbar. Die Lebenserwartung verringere sich nicht sonderlich. Weniger gut sind die Chancen hingegen bei schwarzem Hautkrebs. Bei einem bösartigen malignen Melanom bilden sich schon früh Metastasen, die dann oft nicht mehr geheilt werden können.

Woran erkennt man weißen Hautkrebs?

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Ein Basalzellkarzinom sieht zu Beginn aus “wie ein kleiner, porzellanartiger Pickel, auf dessen Oberfläche winzige Blutgefäße zu sehen sind.” Im späteren Verlauf sinkt die Oberfläche in der Mitte ein, eine Mulde mit wallartigem Rand entsteht. Dort kann es immer wieder zu Blutungen kommen.

Hautkrebs: Welche Risikofaktoren gibt es?

Höchster Risikofaktor ist laut der Deutschen Krebshilfe die Anzahl der nach der Geburt erworbenen Pigmentmale. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Hautkrebsrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Genetische Veranlagungen spielen ebenfalls eine Rolle: helle Haut, rötliche oder blonde Haare, Sommersprossen, Sonnenbrandflecken. Auch wenn ein Familienmitglied schon von Hautkrebs betroffen ist, erhöht sich das Risiko.

Kann ich noch ins Solarium gehen?

Auch Besuche in einem Solarium steigern das Hautkrebsrisiko deutlich. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die künstliche UV-Strahlung aus Sonnenstudios, ebenso wie die natürliche UV-Strahlung der Sonne, ein besonders krebsauslösender Faktor. Die UV-Strahlung bewerten Gesundheitsexperten als ein gleichrangiges Risiko zu Tabak und Asbest. Die WHO rät von einem Solariumbesuch ab, insbesondere Menschen mit hellen Hauttypen. Für unter 18-Jährige ist das Sonnenstudio auch gesetzlich verboten.

Hautkrebsverdacht: Wann soll ich zum Arzt gehen?

Der Übergang von Pigmentmalen und Hautkrebs sind fließend. “Sollte Ihnen irgendetwas verdächtig vorkommen oder zweifeln Sie daran, ob ein Muttermal gutartig ist, fragen Sie einen Arzt Ihres Vertrauens”, rät die Deutsche Krebshilfe, “am besten sofort.” Auf jeden Fall sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, wenn sie überdurchschnittlich viele Pigmentmale haben. Auch wenn sich diese in Form, Farbe oder Größe verändern, sollte das vom Experten abgeklärt werden.

Was untersucht der Arzt bei einem Hautkrebsverdacht?

Der Arzt untersucht die Haut gründlich. Verdächtiges Gewebe wird unter einem Mikroskop untersucht. Bluttests geben Aufschluss über den Allgemeinzustand des Betroffenen. Bei einem konkreten Verdacht können eventuell noch Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob sich in Lymphknoten oder anderen Organen Tochtergeschwülste gebildet haben.

Diagnose Hautkrebs: Wie wird behandelt?

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Bei weißem Hautkrebs wird der Tumor normalerweise chirurgisch entfernt. Ist die Stelle zu groß, kann auch eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Wichtig ist die Nachsorge: Bei mehr als 40 Prozent der Betroffenen trete laut der Deutschen Krebshilfe innerhalb der ersten drei Jahre nach der ersten Diagnose wieder ein Krebsgeschwür auf. Der Arzt berät dazu umfassend.