Wegen Reiseproblemen: Dänemark überlegt, Kreuzgeimpften dritte Dosis anzubieten

In Dänemark sollen Kreuzgeimpfte ein drittes Impfangebot erhalten, sobald die nationale Impfkampagne abgeschlossen ist.

In Dänemark sollen Kreuzgeimpfte ein drittes Impfangebot erhalten, sobald die nationale Impfkampagne abgeschlossen ist.

Kopenhagen. In Dänemark könnte Menschen mit einer Kreuzimpfung zweier verschiedener Corona-Impfstoffe eine dritte Dosis angeboten werden – endgültig entschieden ist darüber aber noch nicht. Das dänische Gesundheitsministerium hatte dem Rundfunksender DR zunächst mitgeteilt, dass den Kreuzgeimpften das Angebot eines dritten Stiches gemacht werde, nachdem die nationale Impfkampagne abgeschlossen sei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Montagabend korrigierte sich das Ministerium gegenüber DR: Die Angaben seien ein Fehler gewesen, die gesundheitsfachliche Bewertung noch nicht fertig. Dies sollte sie aber sein, bevor man wisse, ob man eine dritte Impfdosis geben könne.

Wann das so weit sein wird, konnte das Ministerium demnach nicht einschätzen. Zugleich erklärte es dem Bericht zufolge weiterhin, dass das Angebot eines möglichen dritten Stichs für Kreuzgeimpfte kommen könnte, wenn das allgemeine Impfprogramm abgeschlossen sei. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur äußerte sich das Ministerium am späten Montagabend zunächst nicht dazu.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Praktische Umsetzung ist noch unklar

DR hatte davon berichtet, dass mehrere Länder außerhalb des EU- und Schengenraums eine Impfung mit unterschiedlichen Präparaten bei der Einreise nicht als vollständige Impfung anerkennen. Das kann Reiseprobleme für jene rund 150.000 dänischen Bürger mit sich bringen, die zwei unterschiedliche Corona-Impfstoffe bekommen haben. Dänische Medien hatten zuletzt von einer in Dänemark lebenden Thailänderin berichtet, die ihre Eltern nicht in Thailand besuchen kann, weil sie mit der Kreuzimpfung nicht quarantänefrei einreisen darf.

151.335 Bürger, darunter vor allem Gesundheits- und Pflegepersonal, hatten im nördlichsten deutschen Nachbarland zunächst das Mittel von Astrazeneca erhalten, das dann aber in Dänemark aus Sorge vor Blutgerinnseln aus dem offiziellen Impfprogramm gestrichen worden war. Darauf hatten sie bei der Zweitimpfung entweder das Präparat von Biontech/Pfizer oder das von Moderna erhalten.

Anmerkung: In einer vorherigen Version des Textes hieß es, dass das Dänische Gesundheitsministerium die Maßnahme bereits beschlossen hätte. Dies wurde nach der Aussage des Ministeriums korrigiert.

RND/dpa

Mehr aus Gesundheit

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen