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Impfschutz im Ausland nachweisen

Impfzertifikat: Wann läuft es ab – und wie wird es verlängert?

Wie lange bleibt das Impfzertifikat eigentlich gültig?

Auch wenn der Impfnachweis in Deutschland nicht mehr vor jedem Restaurantbesuch vorgezeigt werden muss: Gerade bei internationalen Reisen müssen Geimpfte ihr digitales Impfzertifikat häufig noch parat haben. Aber wie lange bleibt das Impfzertifikat eigentlich gültig - und was sagt es über den Impfschutz aus? Vier Fragen und Antworten.

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1. Wie lange ist das digitale Impfzertifikat in Deutschland gültig?

Das digitale Impfzertifikat, das in der Cov-Pass- und Corona-Warn-App angezeigt wird, ist in Deutschland ab dem Ausstellungsdatum vorerst für ein Jahr gültig. Dabei handelt es sich um ein rein technisches Ablaufdatum. „Je nach beobachteter Wirkungsdauer der Impfstoffe soll dieser Zeitraum angepasst, beziehungsweise eine Auffrischimpfung angeboten werden“, heißt es dazu auf der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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Gezählt wird ab dem Tag, an dem die Grundimmunisierung abgeschlossen ist – bei den meisten Menschen ist das also das Datum der zweiten Impfung. Es handelt sich dabei um ein automatisches Ablaufdatum. Das Datum im Impfzertifikat sagt allerdings nichts über die Dauer des Impfschutzes gegen Covid-19 aus. Es wurde zu Beginn der Impfkampagne festgelegt, weil noch unklar war, wie lange der Immunschutz durch die Impfung ausreichend gewährleistet bleibt.

2. Wie kann ich mein Impfzertifikat verlängern?

Für alle relevanten Zertifikate erhalten Geimpfte 28 Tage vor Ablauf eine Mitteilung in der CovPass-App, heißt es auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (RKI). Die entsprechenden Zertifikate müssen dann aktualisiert werden. Das soll „demnächst“ mit wenigen Klicks in der App durchgeführt werden können. „Noch vor Ablauf Ihrer Zertifikate wird in den App Stores ein Update mit der Funktion zur Neuausstellung zur Verfügung stehen“, hat das RKI angekündigt.

3. Wie lange gilt das Impfzertifikat im Ausland?

Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) gelten seit Anfang Februar einheitliche Regeln. Ohne eine Auffrischimpfung ist das EU-Impfzertifikat 270 Tage gültig - also bis neun Monate nach der Grundimmunisierung. Wer danach nicht nachweisen kann, geboostert zu sein, wird mit Ungeimpften gleichgestellt. Unter 18-Jährige sind von dieser Regelung ausgenommen. Für sie bleibt das Zertifikat vorerst auch ohne den Booster unbeschränkt gültig.

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Das Zertifikat für eine Auffrischimpfung ist hingegen auch bei Erwachsenen unbefristet gültig. Wer ein gültiges Impfzertifikat nachweisen kann, soll grundsätzlich von Test- und Quarantäneauflagen befreit werden, egal von welchem Ort in der EU eine Reise angetreten wird. Außerhalb der EU gelten wieder andere Regelungen. Dafür sollte man sich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes erkundigen.

4. Was ist zur Dauer des Impfschutzes inzwischen bekannt?

Es gibt noch keine endgültigen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, wie sich der Impfschutz gegen Covid-19 und eine Infektion langfristig hält und verändert. Es gibt bislang nur Hinweise aus internationalen Studien und Beobachtungsdaten. Eines hat sich aber schon zeigen können: Zweimal geimpft und für immer verlässlich geschützt – so leicht macht es den Menschen das Coronavirus sehr wahrscheinlich nicht.

Die Impfstoffe, die gegen den Krankheitserreger zur Verfügung stehen, schützen zwar allesamt nach zwei Impfdosen vor Infektionen und insbesondere schwerer Erkrankung und Tod. Allerdings können relevante neutralisierende Antikörper mit der Zeit schwinden – insbesondere bei Älteren und Menschen mit Immunschwäche, aber auch bei Immungesunden. Der ursprünglich angedachte hohe Schutz verringert sich zudem bei einer Infektion mit der Omikron-Variante.

Komplett verschwunden ist der Immunschutz bei immungesunden Menschen aber auch Monate nach der Impfung nicht. Es gibt auch noch andere für den Immunschutz wichtige Komponenten des Immunsystems, die durch die Impfung auf das Coronavirus vorbereitet werden. Wer geimpft ist, kann also mit einem gewissen Basisschutz rechnen. Deutlich höher fällt das Schutzlevel auch bei Omikron aus, wenn man eine Auffrischimpfung nutzt.

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Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2022 aktualisiert.

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