Verkehrsunternehmen-Verband: Vorteile für Geimpfte im ÖPNV kaum umsetzbar

  • Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hält derzeit einen Vorteil für Geimpfte im ÖPNV für kaum umsetzbar.
  • Jeder Fahrgast müsse und könne befördert werden.
  • Aufgrund hoher Verluste in der Branche tritt der Verband zudem in Verhandlungen mit Bund und Ländern ein.
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Berlin. Vorteile für Geimpfte im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) sind aus Sicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kaum umsetzbar. „Wir haben ja generell eine Beförderungspflicht und können nur unter ganz bestimmten Bedingungen Menschen davon ausschließen“, sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann am Donnerstag. „Dem müssen wir nachkommen. Wir müssen jeden befördern und wir können auch jeden befördern.“ Mit Hygienemaßnahmen wie der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sei dies für alle sicher zu gewährleisten.

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3,5 Milliarden Euro Verlust im laufenden Jahr

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Auch wenn sich die Auslastung im ÖPNV in den vergangenen Monaten wieder etwas erholt hat, kämpfen die Unternehmen nach wie vor mit hohen Kosten und niedrigen Fahrgastzahlen. Der VDV geht für die gesamte Branche von einem Verlust von 3,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr aus. Das wäre etwa so viel wie 2020, im ersten Jahr der Corona-Krise.

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Bund und Länder unterstützten die Verkehrsunternehmen je zur Hälfte mit insgesamt fünf Milliarden Euro. 1,5 Milliarden davon sind noch übrig. Um den Corona-Schaden im laufenden Jahr auszugleichen bräuchte es aus Sicht des Verbands also erneut zwei Milliarden Euro von Bund und Ländern. „Insofern treten wir jetzt in die Verhandlungen ein“, sagte der VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Es gebe „sehr positive Signale“.

RND/dpa

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