Vereinte Nationen: 90 Prozent aller Corona-Fälle in Städten

  • Beengte Wohnverhältnisse, mangelnde medizinische Versorgung: Gerade in Slums ist für Menschen die Gefahr groß, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.
  • Laut den Vereinten Nationen treten 90 Prozent aller Corona-Fälle in Städten auf.
  • Etwa 24 Prozent aller Städter leben in Armenvierteln.
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New York/Genf. Menschen in Städten und Ballungsräumen sind laut den Vereinten Nationen besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Schätzungsweise 90 Prozent der bestätigten Fälle seien in urbanen Zonen aufgetreten, teilte UN-Generalsekretär António Guterres in New York mit.

Viele Stadtbewohner seien wegen beengter Wohnverhältnisse einem großen Risiko der Infektion mit dem hochansteckenden Coronavirus ausgesetzt. Besonders gefährlich sei das Virus für Menschen, die in Slums wohnen. Den Angaben nach leben etwa 24 Prozent aller Städter in diesen Armenvierteln, die in der Regel keine oder nur unzureichende sanitäre Installationen und Gesundheitseinrichtungen aufweisen.

Zugang zu medizinischer Grundversorgung

Der UN-Generalsekretär sprach auch die erhöhte Luftreinheit und den gesunkenen Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids in den Städten an. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatten Länder die Grenzen abgeriegelt und Betriebe geschlossen. Guterres forderte die Verantwortlichen auf, künftig eine umwelt- und klimafreundliche Politik zu betreiben. Zudem müsse allen Bewohnern der Städte Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung gegeben werden.

RND/epd

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