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Unvermeidlich: Helmholtz-Gemeinschaft begrüßt Maßnahmen - auch Gastro-Schließungen

  • Aus wissenschaftlicher und medizinischer Seit sei der Teil-Lockdown unvermeidlich, sagt der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.
  • Er zeigt auch Verständnis für weitere Gastro-Schließungen.
  • Die Gemeinschaft und weitere deutsche Forschungsinstitutionen hatte zuvor ein schnelles Handeln von der Politik gefordert.
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Bonn. Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, hat die Corona-Maßnahmen im November begrüßt - und Verständnis für die weitgehende Schließung von Gastronomiebetrieben gezeigt. „Ich glaube, wir müssen ehrlich anerkennen: Die Maßnahmen, die wir bisher getroffen haben, reichen in der bisherigen Situation offenbar nicht aus“, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Einschränkungen im November seien „in meinen Augen auch aus wissenschaftlicher und medizinischer Sicht nicht zu vermeiden.“

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Phase von vier Wochen sei „überschaubar“

Zur Abwägung, in welchen Bereichen es Einschränkungen gibt und in welchen nicht, sagte er, diese Entscheidung müsse die Politik treffen. Zur weitgehenden Schließung von Gastronomiebetrieben sagte er: „Wenn ich am Wochenende durch Berlin gehe und sehe, wie man sich zum Beispiel in Restaurants begegnet - das ist ein Bereich, da können Sie Vorsichtsmaßnahmen auch gar nicht streng einhalten.“

Man könne ja zum Beispiel nicht dauerhaft eine Maske tragen. Zudem komme jetzt die kalte Jahreszeit, in der die Außenbereiche geschlossen seien. „Also da habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass man diesem Bereich zumutet, für eine überschaubare Phase von vier Wochen diese Maßnahme zu treffen.“

Führende Forschungsorganisationen fordern schnelles Handeln

Die Helmholtz-Gemeinschaft hatte gemeinsam mit Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina am Dienstag in einer Erklärung mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie: Es ist ernst“ ein schnelles Handeln von der Politik gefordert. „Um einen ähnlichen Verlauf der Pandemie in Deutschland noch verhindern zu können, müssen jetzt klare Entscheidungen getroffen und schnell umgesetzt werden“, heißt es darin. Wiestler sagte am Donnerstag: „Wenn die vier führenden Forschungsorganisationen in Deutschland sich zu einer derartigen Stellungnahme entschließen, dann ist das ja ein bemerkenswerter Vorgang“, so der Helmholtz-Präsident.

RND/dpa

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