Unterschätzte Gefahr: Bronchiektase sollte früh behandelt werden

  • Starker Husten mit Auswurf und Atemnot auch ohne akuten Infekt? Das könnte an einer Bronchiektase liegen.
  • Diese Ausweitung der Bronchien ist nicht heilbar. Dabei kommt sie häufiger vor als oft angenommen.
  • Eine Therapie sollte möglichst früh beginnen und von Fachleuten in pneumologischen Zentren durchgeführt werden.
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Berlin. Husten mit schleimigem Auswurf, obwohl man gar nicht erkältet ist? Dahinter kann eine Bronchiektase stecken. Dabei werden die ausgeweiteten Bronchien von Bakterien besiedelt und entzünden sich. Die Fälle häufen sich – auch durch eine verbesserte Diagnosetechnik, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) erklärt. Vermutlich werde die Bronchiektase dennoch zu selten diagnostiziert.

Ohne Behandlung – häufige Infekte

Die Krankheit kann angeboren sein, das ist aber eher die Ausnahme. Erworben wird sie oft durch chronische, entzündliche Prozesse in den Atemwegen. Ein Kreislauf entwickelt sich: Ohne entsprechende Behandlung häufen sich wiederum die Infekte. Auch dazwischen haben die Betroffenen schleimigen, eitrigen Auswurf beim Husten, sie sind oft müde und bekommen schlecht Luft.

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Wichtig: Frühe Therapie beim Facharzt

Eine Therapie sollte daher möglichst früh beginnen und von Fachleuten in pneumologischen Zentren durchgeführt werden. Helfen können einem Bronchiektase-Patienten spezielle Atemtechniken und Geräte. Diese erzeugen in den Atemwegen Schwingungen. Außerdem tragen bronchialerweiternde Medikamente und Kochsalz-Inhalationen dazu bei, dass besser abgehustet werden kann.

Ohne Antibiotika kommen die Patienten dennoch meist nicht aus. Hier sind spezielle Wirkstoffe wichtig, ebenso die Anwendungsdauer und die Art der Verabreichung. Sonst können die Bakterien schnell resistent werden. Operativ lässt sich in den meisten Fällen nichts tun.

RND/dpa