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Unfruchtbarkeit bei Männern: Das können die Ursachen sein

Nicht alle Männer können eigene Kinder bekommen.

Wenn Paare sich Kinder wünschen, es aber einfach nicht funktionieren möchte mit dem Nachwuchs, kann das durchaus auch medizinische Ursachen haben. Die Gründe dafür können sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen. Um eine mögliche Unfruchtbarkeit des Mannes auszuschließen, können Ärzte zunächst untersuchen, welche Qualität die Spermien des Mannes haben. Bei einem sogenannten “Spermiogramm” werden die Anzahl, Form und Beweglichkeit der Spermien sowie deren Volumen und der pH-Wert des männlichen Ejakulats bewertet und analysiert. Die Weltgesundheitsorganisation hat diese Qualität mit Normwerten unterteilt:

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  • Normozoospermie: Die Qualität der Spermien ist im Normbereich, die Werte gut.
  • Oligozoospermie: Es sind zu wenig Spermien im Ejakulat.
  • Asthenozoospermie: Die Spermien im Ejakulat bewegen sich zu wenig.
  • Teratozoospermie: Die Spermien sind vermehrt fehlgeformt.
  • Oligo-Astheno-Teratozoospermie (kurz:OAT): Teratozoospermie, Oligozoospermie und Asthenozoospermie treten alle auf.
  • Azoospermie: Es sind keine Spermien im Ejakulat zu finden.
  • Aspermie: Es gibt kein Ejakulat.

Wenn die Spermienqualität gering ist oder gar keine Spermien produziert werden, kann das viele Ursachen haben. Zum Teil können auch äußere Faktoren eine Rolle spielen. Männer produzieren in der Regel fortlaufend neue Samenzellen. Rauchen, Alkohol und ein ungesundes Leben können eine Auswirkung haben. Liegt mit dem Spermiogramm eine verminderte Qualität der Spermien vor, kann es daher in manchen Fällen mittels Sport, gesunder Ernährung sowie Stressreduktion zu einem verbesserten Spermiogramm kommen.

Ein weiterer Grund für die Zeugungsunfähigkeit oder auch Sterilität bei Männern, kann durch Hormonstörungen entstehen. Hier kann die Ursache in der Veränderung der Schilddrüsenhormone, der Hirnanhangsdrüse oder der männlichen Geschlechtshormone liegen. Durch Medikamente können diese Probleme aber mit der Hilfe eines Arztes häufig gelöst werden.

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Weitere Ursachen: Hodenkrampfader und Hodenhochstand

Bei manchen Männern sorgt eine sogenannte Varikozele für die verminderte Spermienqualität. Eine Varikozele ist eine Art Krampfader, die sich häufig im linken Hoden findet. Varikozele sind in der Regel harmlos, können aber auch für Beschwerden sorgen. Bei unerfüllten Kinderwunsch sollte eine Varikozele behandelt werden.

Negativ auf die Fertilität eines Mannes kann sich auch der sogenannte Hodenhochstand auswirken. Wenn einer oder sogar beide Hodensäcke nach der Geburt noch nicht an korrekter Stelle im Hodensack liegen und nicht ertastet werden können, wird vom Hodenhochstand gesprochen. Männer mit unbehandeltem beidseitigem Hodenhochstand können in der Spermienproduktion eingeschränkt oder sogar zeugungsunfähig sein.

Genetische Ursachen der Unfruchtbarkeit

Das Klinefelter-Syndrom kann eine Ursache für Sterilität bei Männern sein. Laut dem Deutschen Ärzteblatt ist das Klinefelter-Syndrom eine der häufigsten Chromosomenstörungen bei Männern. Das Problem: Nur ein Viertel der Männer mit dem Klinefelter-Syndrom wird überhaupt diagnostiziert. Symptome für diese genetische Veränderung sind unter anderem kleine Hoden, Testosteronmangel und Hochwuchs. Betroffene Männer haben ein X-Chromosom zu viel, dadurch kommt es zu einer verminderten Zahl männlicher Hormone, wodurch die Spermienproduktion beeinflusst wird. Mit medizinischer Hilfe können aber auch Männer mit dem Klinefelter-Syndrom Vater werden.

Tragen die Y-Chromosomen des Mannes bereits kleinste Veränderungen, kann das zur Infertilität führen. Diese Störungen können drei Bereiche auf dem längeren Arm des Y-Chromosomes betreffen. Solche Veränderungen sind, nach dem Klinefelter-Syndrom, mit die häufigsten genetischen Gründe für eine eingeschränkte oder gar keine Spermienbildung.

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Gestörter Spermienstransport und Errektionsstörungen

Bei rund 10 Prozent aller Patienten mit unerfüllten Kinderwunsch liegt die Ursache dessen an einem eingeschränkten Spermientransport. Die Spermien schaffen es dann oftmals nicht aus dem Nebenhoden heraus, wo die Spermien gespeichert werden. Das heißt, im Ejakulat kommen keine bis nur sehr wenige Spermien vor. Auslöser dafür können unter anderem Prostataentzündungen, Nebenhodenentzündungen oder Geschlechtskrankheiten, die nicht ausreichend behandelt werden, sein.

Zwar kommen Männer, anders als Frauen, nicht in ihre Wechseljahre und damit nicht in ein Stadium der absoluten Unfruchtbarkeit, mit zunehmenden Alter nimmt jedoch die Qualität des Spermas ab. Zusätzlich steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer erektilen Dysfunktion. Die Erektion der Betroffenen ist dann nicht mehr ausreichend für die Zeugung eines Kindes. Die Auslöser dafür müssen nicht nur im Alter liegen. Auch Stress kann unter anderem ein Grund für das Problem sein.

RND/vag


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