Großbritannien erwägt Notfallgenehmigung für möglichen Corona-Impfstoff

  • Großbritannien verzeichnet derzeit die höchste Corona-Sterberate in der EU.
  • Die britische Regierung plant als Vorsichtsmaßnahme eine Notfallgenehmigung eines möglichen Corona-Impfstoffs.
  • Schon im Herbst wird eine erste Impfstoff-Lieferung erwartet.
Anzeige
Anzeige

London. Die britische Regierung bereitet eine Notfallgenehmigung eines möglichen Corona-Impfstoffs vor. Die Behörden sollten die Möglichkeit erhalten, einen Impfstoff vorübergehend zuzulassen, während der Lizenzierungsprozess noch laufe, teilte die Regierung am Freitag mit.

Voraussetzung sei, dass Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten würden. Diese würden noch einmal verstärkt. Die Regelung könne ab Oktober gelten.

Notfallgenehmigung sei “letztes Mittel”

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Impfstoffe werden normalerweise erst nach aufwendiger Prüfung zugelassen, die mehrere Monate dauern kann. Die Regierung betonte, es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, auf die sie nur als letztes Mittel zurückgreifen werde, wenn es die öffentliche Gesundheit dringend notwendig mache. Sie will auch die Zahl der zur Impfung berechtigten Medizinerinnen und Mediziner erhöhen.

Anzeige

Großbritannien verzeichnet mit mehr als 41.500 Toten die höchste Sterberate unter Corona-Infizierten in Europa. Auch die Neuinfektionen nehmen wieder zu. Die Regierung hat mehrere Verträge mit Pharmaunternehmen für Impfstoffe unterzeichnet und erwartet für Herbst eine erste Lieferung eines experimentellen Mittels, das die Universität Oxford und das Unternehmen AstraZeneca entwickeln.

RND/AP

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen