• Startseite
  • Gesundheit
  • Trotz Ankündigung aus Berlin: Digitale Impfpässe nicht sofort in jedem Bundesland verfügbar

Trotz Ankündigung aus Berlin: Digitale Impfpässe nicht sofort in jedem Bundesland verfügbar

  • Zusätzlich zum gelben Impfpass geht nun der lange geplante digitale Nachweis für Corona-Schutzimpfungen an den Start.
  • Doch nicht in allen Bundesländern ist das Zertifikat sofort erhältlich.
  • Niedersachsen will die digitalen Impfpässe beispielsweise erst in der kommenden Woche ausgeben.
Anzeige
Anzeige

Erst kürzlich kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz an, dass der digitale Impfpass zum Nachweis eines vollen Corona-Schutzes noch in dieser Woche starte. In Niedersachsen wird er allerdings vorerst nicht ausgestellt. Das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ). Laut Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) stehen die für die Ausstellung der digitalen Pässe erforderlichen Geräte zwar bereits zur Verfügung, sie werden jedoch erst in der kommenden Woche eingesetzt.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Digitaler Impfpass in Hamburg erst ab 14. Juni erhältlich

Anzeige

Vom kommenden Montag an soll der digitale Impfpass in einigen Apotheken erhältlich sein, kündigte der Landesapothekerverband am Donnerstag an. In den Impfzentren stünden die Vorbereitungen dafür kurz vor dem Abschluss, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Direkt beim Impftermin wird dann ein QR-Code für den digitalen Impfpass erstellt und ausgegeben. Es gibt auch einen Ausdruck des QR-Codes auf Papier. Der gelbe Impfpass in Papierform muss dann nicht mehr mitgeführt werden.

Anzeige

Auch in anderen Bundesländern ist der digitale Impfpass trotz des geplanten Starts in dieser Woche noch nicht verfügbar. Hamburg will das Angebot aus technischen Gründen frühestens ab dem 14. Juni einführen, wie die Sozialbehörde mitteilte. Auch in Mecklenburg-Vorpommern nannte man diesen Stichtag bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend, ebenso wie in Baden-Württemberg. In den Praxen und Impfzentren in Nordrhein-Westfalen sind vorerst keine elektronischen Impfzertifikate erhältlich. Der neue digitale Nachweis wird zunächst nur an wenigen Orten zu bekommen sein.

Kassenärztliche Vereinigung: Von Anfragen nach Impfpässen absehen

Anzeige

Viele niedergelassene Haus- und Fachärztinnen und -ärzte brauchen ebenfalls noch Zeit, um die digitalen Impfnachweise ausstellen zu können. Derzeit seien die technischen Voraussetzungen nicht überall gegeben, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen am Freitag mit. Auch die genauen technischen Abläufe seien mitunter unklar. „Meldungen, wonach der digitale Impfpass ab Montag flächendeckend zur Verfügung steht, sind falsch“, hieß es. „Das Ausstellen der Impfzertifikate wird in den ersten Arztpraxen im Laufe der kommenden Wochen möglich sein, weitere werden möglicherweise erst ab Mitte Juli ihren Patienten das Angebot unterbreiten können.“

Mit Verweis auf die Impfkampagne und den damit verbundenen Aufwand für Ärztinnen, Ärzte und ihre Teams baten die Kassenärztlichen Vereinigungen in Bremen und Niedersachsen darum, von Anfragen nach digitalen Impfzertifikaten vorerst abzusehen. In Niedersachsen sollen die ersten Arztpraxen voraussichtlich am kommenden Mittwoch den digitalen Impfausweis ausstellen können, wie der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Detlef Haffke, sagte.

Mit Material der dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen