Thailändisches Pflegepersonal erhält Impfauffrischung mit Astrazeneca

  • Pflegekräfte in Thailand erhalten nach Angaben des Gesundheitsausschusses bald eine Impfauffrischung mit dem Mittel von Astrazeneca.
  • Hintergrund war der Tod einer Krankenschwester, die trotz zweifacher Impfung mit dem chinesischen Impfstoff Sinovac an einer Corona-Infektion gestorben ist.
  • Thailand kämpft bereits seit mehreren Monaten mit steigenden Fallzahlen und Todesfällen.
Anzeige
Anzeige

Thailändisches Pflegepersonal erhält nach zwei Dosen des chinesischen Impfstoffs Sinovac eine Auffrischung mit dem Vakzin von Astrazeneca. Das beschloss der zuständige Gesundheitsausschuss am Montag, nachdem eine Krankenschwester, die zwei Dosen Sinovac erhalten hatte, am Samstag an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben war. In einem ähnlichen Fall befindet sich ein weiteres Mitglied des Pflegepersonals in kritischem Zustand.

Thailand ringt seit April mit steigenden Corona-Zahlen und Todesfällen, offenbar verschlimmert durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante, die zuerst in Indien identifiziert wurde. Der Leiter der Abteilung Infektionskrankheiten beim thailändischen Roten Kreuz, Thiravat Hemachudha, erklärte in der vergangenen Woche, eine Studie unter seiner Beteiligung habe ergeben, dass Sinovac bei der Bekämpfung der Delta-Variante weniger effektiv sei. Eine dritte Dosis des Vakzins von Astrazeneca erhöhe die Wirksamkeit, allerdings leisteten zwei Dosen von Astrazeneca noch mehr.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.
Anzeige

Thailand bezieht trotz eigener Astra-Produktion Impfstoffe aus China

Das Land hat rund 12,57 Millionen Impfdosen verabreicht, wobei 9,3 Millionen Menschen - etwas mehr als 13 Prozent der Bevölkerung - mindestens eine Dosis erhalten haben. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende dieses Jahres 50 Millionen Menschen rund 100 Millionen Dosen zu verabreichen.

Thailand produziert Astrazeneca im Inland, aber nicht genug, um die Nachfrage zu decken, und wird weiterhin Sinovac importieren. Eine Spende von 1,05 Millionen Dosen Astrazeneca von der japanischen Regierung, die am Freitag eintraf, wird zum Teil für die Bereitstellung der Auffrischungsdosen für das medizinische Personal verwendet.

Zur Eindämmung des Virus traten in der thailändischen Hauptstadt Bangkok und mehreren Provinzen am Montag erneut Beschränkungen in Kraft, unter anderem ein nächtliches Ausgehverbot.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen