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  • Südtirol ist Coronavirus-Risikogebiet: Einstufung des RKI soll Corona-Verbreitung verlangsamen

RKI erklärt Südtirol zum Risikogebiet

  • Das Robert-Koch-Institut hat jetzt auch Südtirol zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt.
  • Ein Drittel der bestätigten Fälle in Italien stehe in Zusammenhang mit Südtirol.
  • Es gehe darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, betonte RKI-Leiter Lothar Wieler.
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Berlin. Das RKI hat Südtirol als Risikogebiet eingestuft. Es gehe darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, betonte RKI-Leiter Lothar Wieler. In Südtirol gehen die Behörden bisher von zwei Infizierten in ihrem Gebiet aus. Einer davon befinde sich schon auf dem Weg des Gesundwerdens. Ein Drittel der Fälle aus Italien wurde in Südtirol festgestellt. Wer in letzter Zeit dort unterwegs war, sollte sich genau auf mögliche grippeähnliche Symptome beobachten.

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat Reiserückkehrer aus Südtirol aufgerufen, wegen des neuartigen Coronavirus vorläufig zu Hause zu bleiben. Dies gelte für jeden, der sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in Südtirol aufgehalten habe, teilte das Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mit. Es gehe darum, unabhängig von Symptomen unnötige Kontakte zu vermeiden. Laut Kultusministerium gilt der Hinweis auch für Schüler und Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieherinnen.

Schüler müssen sich nach Skiurlaub in Südtirol testen lassen

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Eine große Reisegruppe von Schülern und Lehrern aus Potsdam wird direkt nach ihrer Rückkehr aus einem Skiurlaub in Südtirol vorsorglich auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Dabei geht es um 70 Schüler von drei Schulen, 17 Begleitpersonen sowie einige Busfahrer. Sie sollten am Samstag im Gesundheitsamt Potsdam empfangen werden, kündigte Amtsleiterin Kristina Böhm am Donnerstag an. „Alle Kinder, die Lehrer und auch die Busfahrer werden einen Abstrich bekommen auf das Coronavirus.“

Neben Südtirol gelten die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete - ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

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RKI erklärt Südtirol zu Krisengebiet
2:31 min
Südtirol ist nun offiziell zum Risikogebiet erklärt worden. Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler teilte am Freitag in Berlin die neuen Zahlen mit.  © Reuters
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Coronavirus: Mehr als 500 Infektionen in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland auf 534 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Insitut (RKI) in Berlin am Freitagmorgen mit. Der Erreger ist inzwischen in 15 Bundesländern nachgewiesen, die meisten registrierten Fälle seit Jahresanfang gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. In Sachsen-Anhalt wurde bislang keine Infektion gemeldet.

„Dieses Virus macht keinen Halt vor Ländergrenzen", betonte RKI-Leiter Lothar Wieler bei einem derzeit täglich stattfindenden Briefing. “Wir müssen alles daran setzen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.” Wann der Höhepunkt der Epidemie erreicht sei, könne man noch nicht sagen.

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RKI erwartet Corona-Medikament in wenigen Wochen
1:59 min
Ein Impfstoff wird nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts aber erst nächstes Jahr verfügbar sein.  © Reuters

RND/ dpa/ sbu

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