Südkorea plant, Herdenimmunität im Herbst zu erreichen

  • Südkoreas Premierminister Chung Sye Kyun plant, eine Herdenimmunität bereits Ende des dritten Quartals im September zu erreichen.
  • Dabei verzögerte sich der Impfstart bisher: Erst in dieser Woche wird in Pflegeheimen und für medizinisches Personal das Impfen begonnen.
  • Ziel sei es, 800.000 Menschen allein im nächsten Monat mit den Impfstoffen von Astrazeneca und Biontech zu versorgen.
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Südkorea. Südkorea sieht vor, eine Herdenimmunität gegen Covid-19 bereits im Herbst zu erreichen, so der Premierminister Chung Sye Kyun im BBC-Interview. Die Impfungen starten allerdings erst diese Woche in Pflegeheimen sowie für medizinisches Personal. Das Ziel sei es, 800.000 Menschen im nächsten Monat mit den Impfstoffen von Astrazeneca und Biontech zu versorgen. Bis Ende des dritten Quartals im September sollen dann 70 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung immun gegen das Coronavirus sein. „Das ist kein leichtes Ziel“, sagt Chung.

Obwohl Südkorea später mit den Impfungen startet, sei Chung optimistisch: „Sie wissen, dass die Koreaner die Meister der Geschwindigkeit sind.“ Zudem hätte die Verzögerung ermöglicht, das Abschneiden der Impfstoffe in anderen Ländern zu beobachten. Laut BBC habe die Regierung für die 55 Millionen Südkoreaner auch mehr als genug Impfdosen beschafft.

Fast die Hälfte der Bevölkerung noch skeptisch

Die meisten Dosen würden allerdings vermutlich erst im Juli ankommen. Außerdem seien laut einer aktuellen Umfrage des Korea Society Opinion Institute bisher nur 45 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung überhaupt bereit, sich impfen zu lassen. Der gleiche Anteil an Befragten gab an, erst mal „die Situation beobachten“ zu wollen. Die Regierung möchte aber noch mehr Menschen zu der Impfung ermutigen und Chung hoffe, dass „die Koreaner bis zum Herbst ihr normales Leben zurückhaben“ können.

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Südkorea wurde im vergangenen Jahr als eines der ersten Länder von dem Coronavirus getroffen. Bei der Vorgehensweise der Massentestungen und der aggressiven Kontaktnachverfolgung galt es als Vorbild.

RND/dpa

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