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Studie zu Flugreisen: Viele Corona-Varianten zirkulieren bereits seit Herbst in Deutschland

  • Eine neue Studie, an der die Virologen Sandra Ciesek und Christian Drosten mitgewirkt haben, zeigt: Flugreisen zählen weiterhin als Pandemietreiber.
  • So wurden bereits Ende des letzten Jahres 28 Virusvarianten am Frankfurter Flughafen entdeckt.
  • Die Experten betonen deswegen, wie wichtig eine Testpflicht bei Reiserückkehrern ist.
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Internationale Flugreisen zählen als einer der Hauptgründe für die Verbreitung des Coronavirus. Das besagt eine neue Studie der Virologin Sandra Ciesek in Zusammenarbeit mit Christian Drosten und Victor Corman von der Charité in Berlin. Denn die im Fachjournal „Microorganisms“ veröffentlichte Untersuchung der Virologen zeigt: Bereits im Herbst 2020 zirkulierten mehrere Virusvarianten in Deutschland.

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Für die Studie haben die Experten den Flughafen in Frankfurt am Main, den größten Flughafen Deutschlands, gewählt. Im Zeitraum von Ende Oktober bis Dezember 2020 wurden insgesamt 136 Proben des Coronavirus der ankommenden Fluggäste auf unterschiedliche Varianten untersucht. Das Ergebnis: Unter den 136 Proben bestimmten die Virologen 28 unterschiedliche Varianten – sechs davon wurden bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland entdeckt.

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Dazu zählt auch die britische Mutation B.1.1.7. Diese Variante sei das erste Mal Ende Dezember bei einem Touristen aus Großbritannien entdeckt worden, der in Frankfurt landete, wie Virologin Ciesek auf Twitter schreibt. Der Anteil dieser Mutante an positiven Corona-Tests in Deutschland beträgt laut eines aktuellen Berichts des Robert-Koch-Instituts (RKI) momentan rund 88 Prozent und trägt damit einen maßgeblichen Anteil an den steigenden Corona-Zahlen. Zu den ebenfalls gefährlichen Varianten aus Südafrika (B.1.351) und Brasilien (P.1) konnten die Autoren nichts herausfinden.

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Virologen: Neue Varianten müssen besser untersucht werden

In Anbetracht der aktuellen Corona-Lage in Deutschland ist das Fazit der Autoren, dass die Genome des Coronavirus dringend gründlicher auf neue Varianten untersucht werden müssen, um die Vielfalt frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

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„Die Identifizierung neuer Varianten, die sich auf die Ausbreitung auswirkt, ist für die Seuchenbekämpfung von ausschlaggebender Bedeutung“, heißt es in der Studie.

Virologin Ciesek betont auf Twitter zudem, wie wichtig es sei, Reiserückkehrer „konsequent zu testen“. Als unglücklich bewertet sie deswegen Aktionen von Airlines wie Lufthansa, die Mitte März ankündigte, die Zahl der Flüge zu Ostern zu verdoppeln.

Seit Ende März gilt für Urlauber, die aus dem Ausland zurück nach Deutschland fliegen, wieder eine Testpflicht. So muss jeder Passagier einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist, um in Deutschland einreisen zu dürfen.

RND/ch

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