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Studie aus Israel: Biontech-Booster erhöht Schutzwirkung bei Senioren stark

Eine medizinische Fachkraft hält im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände ein Fläschen mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in der Hand.

Eine medizinische Fachkraft hält im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände ein Fläschen mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in der Hand.

Berlin. Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als zehn Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei dreifach Geimpften, schreiben israelische Forschende im „New England Journal of Medicine“.

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In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen. Für ihre Studie hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 1,1 Millionen Patientendaten für den Zeitraum vom 30. Juli bis 31. August ausgewertet.

Watzl: Nebenwirkungen in Studie nicht untersucht

Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, überraschen die Ergebnisse der Untersuchung nicht. Es sei bereits bekannt gewesen, dass die Antikörperspiegel nach einer dritten Dosis etwa zehn Mal höher sind als nach nur zwei Spritzen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Studie zeige aber nun, dass sich das „in eine sehr, sehr ordentliche Schutzwirkung übersetzt“. Der Schutz vor Infektion und Erkrankung sei bei den dreifach Geimpften „deutlich besser“.

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Watzl wies darauf hin, dass das Thema Nebenwirkungen in der Studie nicht betrachtet wurde. Bislang seien aus Israel aber keine Meldungen bekannt, dass die dritte Dosis zu auffälligeren Nebenwirkungen führt als die zweite Dosis.

Diesen Menschen empfiehlt die Stiko eine dritte Impfdosis

In Deutschland können sich seit September alle über 60-Jährigen ein drittes Mal gegen Covid-19 impfen lassen. Das hatten die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern zuvor beschlossen. Von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen ist dieses Vorgehen nicht. Das Expertengremium, das am Robert Koch-Institut angesiedelt ist, rät nur bestimmten Personengruppen zu einer Boosterimpfung. Dazu zählen:

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  • Menschen mit einer Immunschwäche
  • Menschen, die 70 Jahre und älter sind
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Pflegepersonal mit direktem Kontakt zu Risikopersonen
  • medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt

Sie sollen frühestens sechs Monate nach der zweiten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna ein drittes Mal geimpft werden. Schwer immundefiziente Personen, bei denen von einer stark verminderten Impfwirkung ausgegangen werden muss, können schon vier Wochen nach der zweiten Impfung eine dritte erhalten.

Wir haben diesen Text am 14. Oktober 2021 aktualisiert.

RND/dpa/lb

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