Studie: Zahl der Impfgegner nimmt wieder ab

  • Die Einstellung zum Impfen fällt in Deutschland positiver aus als noch vor sechs Jahren.
  • Das zeigt eine neue Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • Die Studie macht aber auch klar: Ängste und Wissenslücken bleiben ein Problem.
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Gibt es einen Gegentrend zur Impfgegnerdebatte? Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben wieder mehr Menschen in Deutschland eine positive Einstellung zum Impfen. Das zeigen Daten einer bundesweiten Repräsentativbefragung, die von Juli bis September 2018 bei rund 5000 16- bis 85-Jährigen durchgeführt wurde.

77 Prozent der befragten Erwachsenen sprachen sich „befürwortend“ oder „eher befürwortend“ für eine Impfung aus. 2012 waren es noch 61 Prozent. Dass immer mehr Menschen in Deutschland Impfungen positiv gegenüberstehen, sei eine erfreuliche Entwicklung, betont BZgA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss. Impfungen seien der bestmögliche Schutz vor ansteckenden Infektionskrankheiten.

Studie zeigt: Weiterhin Vorbehalte gegenüber Impfen

„Unsere Studiendaten belegen aber auch Wissenslücken – so sind die Impfempfehlungen gegen Masern im Erwachsenenalter in der Gruppe der nach 1970 Geborenen nur 28 Prozent der Befragten bekannt.“ Auch Impfgegner gibt es weiterhin. 6 Prozent der Befragten lehnten eine Impfung grundsätzlich ab, 17 Prozent äußerten Vorbehalte und Ängste.

Mehr als ein Viertel der Befragten ließ nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren eine oder mehrere anstehende Impfungen nicht durchführen. 29 Prozent begründen dies mit Angst vor Nebenwirkungen und 21 Prozent zweifeln an dem Schutz der Impfung vor einer Krankheit.

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Wichtig: Kinder gegen Masern impfen lassen

Und wie sieht es bei den Masern aus? 57 Prozent der Eltern erachten den Impfschutz von Kindern als besonders wichtig, 34 Prozent als wichtig. 8 Prozent der Befragten geben an, dass er für sie nicht wichtig sei.

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Eine Wahl haben Eltern aber inzwischen nicht mehr. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein neues Masernschutzgesetz auf den Weg gebracht. Neuerdings herrscht eine Impfpflicht an deutschen Kindertagesstätten und Schulen. Das Ziel: die Impfquoten in Deutschland zu erhöhen.

Masernimpfpflicht in Deutschland durchgesetzt

Denn ein Gesamtschutz der Bevölkerung wird laut Weltgesundheitsorganisation erst bei einer Quote von 95 Prozent angenommen. Wer sich gegen eine Masernimpfung weigert, dem drohen in Deutschland hohe Bußgelder bis 2500 Euro.

Umfassende Informationen rund um das Thema Impfen gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Homepage.

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