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Studie: Entzündungssyndrom auch bei erwachsenen Covid-19-Patienten möglich

  • Das im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehende Entzündungssyndrom MIS-C kann möglicherweise nicht nur Kinder treffen.
  • Eine Studie aus den USA berichtet über mehrere Fälle unter Erwachsenen.
  • Die meisten von ihnen waren zuvor Sars-CoV-2-positiv.
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Mit Fortschreiten der Coronavirus-Pandemie ist eine neue Entzündungskrankheit bei Kindern bekannt geworden, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 steht. MIS-C, also Multisystem Inflammatory Syndrome in Children, löst bei Kindern Hautausschläge, hohes Fieber und auch starke Bauchschmerzen aus. Eine Studie der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichtet nun zunehmend auch von Fällen mit ähnlichen Symptomen unter Erwachsenen.

Mindestens 27 Erwachsene in den USA und Großbritannien erkrankt

Bis jetzt hat die CDC Berichte über 935 Fälle von MIS-C in den Vereinigten Staaten erhalten, darunter 19 Todesfälle. Die Altersgrenze für MIS-C liegt bei 20 Jahren. Nun wurden aber nicht nur Fälle bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen beobachtet. Der neue CDC-Bericht beschreibt 27 Fälle von MIS-A (Multisystem Inflammatory Syndrome in Adults) aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich.

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Positiver Corona- oder Antikörpertest bei vielen Patienten

Bei den bekannten Fällen handelte es sich den Aufzeichnungen der CDC zufolge um Patienten im Alter von 21 bis 50 Jahren. Alle Patienten hatten entweder einen positiven Corona-Test oder einen positiven Antikörpertest. Zehn Patienten mussten auf der Intensivstation behandelt werden, zwei Patienten starben.

Einige Symptome bei Erwachsenen ähnelten denen bei Kindern, darunter Fieber, gastrointestinale Symptome und Ausschlag. Einige Patienten berichteten über Brustschmerzen oder Herzklopfen. Alle wiesen erhöhte Entzündungswerte auf, hieß es in dem Bericht.

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Ursachen für Entzündungssyndrom unbekannt

Die genauen Ursachen von MIS-C und MIS-A sind nicht bekannt. Jedoch wurden 30 Prozent der Erwachsenen und 45 Prozent der Kinder mit MIS-C negativ auf Sars-CoV-2, aber positiv auf Antikörper gegen das Virus getestet. Die Autoren vermuten, dass MIS-A und MIS-C “postinfektiöse Prozesse darstellen könnten”.

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Die Ergebnisse deuten den Autoren zufolge außerdem darauf hin, dass erwachsene Patienten jeden Alters mit aktueller oder früherer Sars-CoV-2-Infektion ein hyperinflammatorisches Syndrom entwickeln könnten, welches MIS-C sehr ähnlich ist.

Hyper­inflammations­syndrome wie MIS-C sind sehr selten. Die absoluten Fallzahlen sind gering und müssen den Autoren zufolge daher zu keiner generellen Sorge führen. Die Todesrate fällt dazu auch sehr niedrig aus.

RND/tmo

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