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Studie: Corona-Dunkelziffer in Tschechien laut Stichproben-Untersuchung niedrig

  • Der Anteil der tschechischen Bevölkerung mit Corona-Antikörpern im Blut ist laut einer kürzlich vorgestellten Studie sehr niedrig.
  • Demnach wären im Schnitt 0,4 Prozent der Bürger infiziert gewesen, im Hotspot Mähren waren es 3,3 Prozent.
  • Kritiker bezweifeln jedoch die Zuverlässigkeit der Schnelltests.
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Prag. In Tschechien sind nach ersten Erkenntnissen nur wenige Menschen mit dem neuartigen Coronavirus in Kontakt gekommen. Das geht aus einer neuen Stichproben-Untersuchung auf Antikörper gegen das Virus hervor, die am Mittwoch in Prag vorgestellt wurde. Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, haben spezifische Antikörper im Blut, die nachweisbar sind.

“Das Hauptergebnis ist, dass der Grad der Immunität in der tschechischen Gesellschaft sehr niedrig ist”, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech. Unter 26.549 Getesteten seien nur 107 positive Fälle gefunden worden. Für die Regierung wäre dies ein Erfolg, da nicht nur wenige Tschechen immun wären, sondern dementsprechend auch infiziert waren.

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Kritiker bezweifeln Zuverlässigkeit der Tests

Das Ergebnis zeige, dass man sehr früh auf die Bremse getreten sei und Gegenmaßnahmen ergriffen habe, sagte der Leiter des Prager Instituts für Gesundheitsstatistik, Ladislav Dusek. Den Anteil der Antikörper-Positiven schätzen die Epidemiologen unter Berücksichtigung der Fehlerspanne auf hochgerechnet maximal 0,4 Prozent in Prag und 0,2 Prozent in Brünn (Brno). Ein Infektionsherd in Mähren kommt auf 3,3 Prozent, die höchste Zahl im Land.

Verwendet wurde ein Antikörper-Schnelltest eines chinesischen Herstellers, der nur bei einem positiven Ergebnis mit einem aufwendigen Labortest überprüft wurde. Kritiker hatten im Vorfeld Zweifel an der Zuverlässigkeit der Schnelltests geäußert.

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Gesundheitsminister Vojtech sieht keinen Grund, vom aktuellen Lockerungs-Fahrplan bei den Corona-Maßnahmen abzuweichen. Tschechien hatte sehr früh eine Mundschutz-Pflicht in der Öffentlichkeit eingeführt und seine Grenzen für einreisende Ausländer geschlossen.

RND/dpa

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