Studie: Antikörperspiegel steigt nach Corona-Impfung deutlich an

  • Eine Studie aus Israel hat die Antikörperspiegel von Corona-Geimpften untersucht.
  • Dabei zeigte sich, dass Geimpfte nach der zweiten Impfdosis 6- bis 20-mal mehr Antikörper im Blut aufweisen.
  • Bis Ende März sollen in Israel alle Impfwilligen über 16 Jahre geimpft werden.
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Ramat Gan. Zwei Dosen des Corona-Impfstoffes BNT162b2 der Firmen Biontech und Pfizer könnten ausreichen, um eine wirksame Immunität gegen Sars-CoV-2 zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine serologische Untersuchung des israelischen Sheba Medical Centers. Nach der zweiten Impfdosis sei der Antikörperspiegel der Geimpften um das 6- bis 20-Fache gestiegen.

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Regev-Yohai: „Es gibt definitiv Grund zum Optimismus“

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Das Sheba Medical Center untersuchte Blutproben von 102 Mitarbeitern des Krankenhauses, die bereits beide Impfdosen erhalten hatten. Nur zwei Probanden wiesen geringe Mengen an Antikörpern auf, wobei einer der Teilnehmer an einem geschwächten Immunsystem litt.

„Die Ergebnisse stimmen mit dem Experiment von Pfizer überein und haben sogar die Erwartungen übertroffen“, sagte die Direktorin der Abteilung für Infektionsprävention und -kontrolle am Sheba Medical Center und Herausgeberin der Studie, Prof. Gili Regev-Yohai. „Es gibt definitiv Grund zum Optimismus.“

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Die Studie gebe jedoch keine Auskunft darüber, wie lange die Immunität anhält oder ob eine Person, die Antikörper hat, das Virus immer noch tragen und andere infizieren kann, wird Regev-Yohai von der Zeitung „The Jerusalem Post“ zitiert. Andere Medien wie das Nachrichtenportal „The Times of Israel“ geben die Abteilungsleiterin hingegen mit den Worten wieder, dass Geimpfte vermutlich keine Träger der Corona-Infektion seien. In der Pressemitteilung des Krankenhauses werden dazu keine Angaben gemacht.

Israel stellt Impfrekord auf

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Nach Auskunft des Sheba Medical Center hatten bis Montag etwa 80 Prozent der Mitarbeiter die erste Impfdosis erhalten – also insgesamt 7106 Personen. 4484 Mitarbeitern war bereits die Auffrischungsimpfung injiziert worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündete am Montag zugleich, dass in Israel ein Impfrekord erreicht worden sei. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilte, wurden an dem Tag 186.000 Menschen geimpft.

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Der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein sprach von 422.000 Menschen, die bereits eine zweite Dosis erhalten haben. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, dass das Programm nun auch für alle Menschen ab 40 Jahren gelte.

Israel verzeichnete am Montag allerdings auch einen neuen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen. Der Corona-Beauftragte des Landes, Nachman Asch, sagte am Dienstag, am Vortag seien erstmals mehr als 10.000 neue Fälle gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren es 10.021. Positiv fielen demnach 10,2 Prozent der Tests aus. Seit Beginn der Pandemie hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag zuvor erst fünfmal den Wert von 9000 überstiegen, viermal davon in der vergangenen Woche.

RND/lb/dpa






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