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Streeck freut sich über Biontech-Erfolg: „Generell bin ich ein Impffan“

  • Der Virologe Hendrik Streeck war zuvor hinsichtlich der Zulassung eines Corona-Impfstoffes pessimistisch.
  • Doch die Studiendaten für den Kandidaten vom Mainzer Biotechnologiekonzern Biontech haben ihn optimistischer gestimmt.
  • Er selbst sei ein „Impffan“ und würde sich impfen lassen, wenn ein Corona-Impfstoff vorliegt, verriet er im Interview mit der „taz“.
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Den Durchbruch des Biotechnologiekonzerns Biontech und des Pharmaunternehmens Pfizer bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff sieht Virologie Hendrik Streeck als Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Es habe sich gezeigt, dass ein neuartiger, auf RNA-Technologie basierender Impfstoff funktionieren könne, sagte er im Interview mit der „taz“.

Er selbst würde sich – abhängig von der Verfügbarkeit – impfen lassen, wenn ein Corona-Impfstoff vorliegt: Er gehöre weder zu einer Risiko- noch zu einer besonders gefährdeten Berufsgruppe. „Aber generell bin ich ein Impffan – es gibt nichts, wogegen ich nicht geimpft bin, gegen das man sich impfen lassen kann“, verriet er.

Streeck wünscht sich baldige Zulassung von Corona-Impfstoff

Eine baldige Zulassung des Impfstoffes sei Streecks Weihnachtswunsch. Jedoch könne er noch nicht einschätzen, ob es dazu kommen wird. Denn bisher wisse man nur, „dass es in der Gruppe, die den möglichen Impfstoffkandidaten von Biontech und Pfizer erhalten hat, 90 Prozent weniger Infektionen mit Symptomen gab als in der Gruppe, die ein Placebo bekam“. Jedoch sei unklar, ob es auch insgesamt weniger Infektion gegeben habe – oder nur die Symptome heruntergesetzt worden seien. Auch ob der mögliche Impfstoff bei allen Altersgruppen gleichermaßen gewirkt habe, wisse man nicht.

Beim möglichen Impfstoffkandidaten werden genetische Informationen in den Körper injiziert. Zu der Angst, die einige Menschen vor einem RNA-Impfstoff haben, sagte Streeck: „Das ist aber keine genetische Veränderung.“ Von der DNA werde mRNA gebildet, worauf dann Proteine gebaut würden. Diese mRNA werde per Impfstoff injiziert, mit der die Zelle Proteine herstellen könne. „Der Zelle wird quasi das Kochrezept für ein paar Virusproteine gegeben. Diese Proteine werden vom Körper erkannt, der dann Antikörper dagegen bildet“, betonte er.

RND/bk

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