Stiko empfiehlt Corona-Auffrischungsimpfung für über 70-Jährige

Berlin: Ein älterer Mann lässt sich in der Praxis seiner Hausärztin die dritte Impfung mit dem Comirnaty-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer injizieren.

Ein älterer Mann lässt sich die dritte Impfung mit dem Comirnaty-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer injizieren.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlung zu Corona-Auffrischungsimpfungen aktualisiert. Eine dritte Impfdosis sollen ab sofort nicht nur Menschen mit Immunschwäche erhalten, sondern generell über 70-Jährige, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches Personal, das direkten Kontakt zu Risikopersonen hat. Sie sollen sechs Monate nach der zweiten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna ein drittes Mal geimpft werden – unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde.

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EMA: Risikogruppen sollen dritte Impfdosis erhalten

„Im höheren Alter fällt die Immunantwort nach der Impfung insgesamt geringer aus, und Impfdurchbrüche können häufiger auch zu einem schweren Krankheitsverlauf führen“, begründet die Stiko ihre Entscheidung. Damit bleibt das Expertengremium in Bezug auf Corona-Boosterimpfungen weiterhin zurückhaltender als die Gesundheitsministerinnen und -minister. Diese hatten im August beschlossen, dass alle Menschen ab 60 Jahren eine Boosterimpfung wahrnehmen können. Bereits Anfang September sind erste Senioren – bis dato noch ohne Stiko-Empfehlung – zum dritten Mal geimpft worden.

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Am Montag hatte sich auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zu Corona-Auffrischungsimpfungen geäußert. Eine zusätzliche Dosis der Covid-19-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna könne Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem frühestens 28 Tage nach der zweiten Dosis verabreicht werden, hatte die Behörde mitgeteilt. Für Menschen mit einem normalen Immunsystem ab einem Alter von 18 Jahren könne eine Auffrischungsimpfung mindestens sechs Monate nach der zweiten Dosis in Betracht gezogen werden.

In ihrer aktualisierten Impfempfehlung rät die Stiko zudem zu einer zweiten Impfung für all diejenigen, die mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft worden sind. Bei diesem Vakzin war bislang nur eine Impfdosis notwendig.

RND/lb/Reuters/dpa

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