Stiko-Chef: Impfungen gegen Grippe und Corona sind gleichzeitig möglich

  • Wenn die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus langsam zurückgefahren werden, steigt auch das Risiko einer Grippeinfektion.
  • Wer noch nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, kann dies zeitgleich mit der Influenza-Impfung tun.
  • Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens empfiehlt besonders den Risikogruppen eine Grippe-Impfung.
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Leipzig. Gleichzeitige Impfungen gegen die Grippe und Corona sind laut Einschätzung des Chefs der Ständigen Impfkommission (Stiko) unbedenklich. Es gebe keine Hinweise, dass einer der beiden Impfstoffe dann nicht mehr wirke, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens „MDR Aktuell“. „Insofern ist diese Vorsichtsmaßnahme des Auseinanderziehens der beiden Impfungen nicht mehr nötig.“

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Hausärzte und Stiko fordern zur Grippe-Impfung auf
1:24 min
Bald beginnt wieder die Impfsaison gegen die Influenza. Dabei ist sogar ein doppelter Piks denkbar: gegen Grippe und Corona gleichzeitig.  © dpa

Weniger Corona-Schutzmaßnahmen erhöhen auch das Grippe-Risiko

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Mertens warb dafür, dass sich gerade Menschen aus Risikogruppen gegen die Grippe impfen lassen. Wenn es in diesem Jahr weniger Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus wie Maskenpflicht und Abstandhalten gebe, seien die Menschen besonders gefährdet. „Insofern ist eine Grippeimpfung sinnvoll für diese erwähnten Risikogruppen.“

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Der Stiko-Chef reagierte auch auf Befürchtungen, dass der Grippe-Impfstoff in diesem Jahr einen geringeren Schutz bieten könnte, weil sich in der vergangenen Saison weniger Menschen mit Grippe ansteckten und Daten fehlen könnten. Diese Angst halte er für unbegründet, sagte Mertens. Auf der ganzen Welt untersuchten Laboratorien das gesamte Jahr Influenza-Viren. Das sei die Grundlage für die Zusammensetzung der Impfstoffe.

RND/dpa

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