Stiftung Warentest: Teure Bio-Wiener fallen im Test durch

  • Stiftung Warentest untersucht 21 Wiener Würstchen – 14 davon schneiden gut ab.
  • Ausgerechnet eins der teuersten Würstchen fällt wegen erhöhter Keimbelastung durch.
  • Die großen Discounter stellen die Testsieger.
Heidi Becker
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Hannover. Sie schmecken pur oder zum Kartoffelsalat, sind aus Schwein, Rind oder Geflügel: Stiftung Warentest testete jetzt 21 Wiener Würstchen, darunter auch Biovarianten.

Hohe Keimbefunde bei Alnatura

Eindeutiger Testverlierer sind die Geflügel-Wiener der Biomarke Alnatura. In den Würstchen wurde eine hohe Gesamtkeimzahl, viele Enterobakterien, die auf Hygienemängel hindeuten, und Milchsäurebakterien gefunden. Auf Nachfrage der Tester versicherte der Biohändler, dass die Keimfunde nur durch eine unterbrochene Kühlkette und/oder durch ein defekte Verpackung zustande gekommen sein könnten. Stiftung Warentest versichert allerdings, dass es sich im Test um drei unbeschädigte Verpackungen gehandelt habe und alle drei den gleichen Keimbefall aufgewiesen hätten. Eine durchgehende Kühlung wurde außerdem dokumentiert. Alnatura will nun die Produktion überprüfen.

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Ebenfalls nicht überzeugend: In den Mühlenhof-Würstchen von Penny konnten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (Mosh) nachgewiesen werden, die sich im Körper anreichern können.

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Gut und günstig bei Aldi und Lidl

Testsieger ist das im Vergleich recht preisgünstige Bio-Wiener-Würstchen aus Schwein und Rind von Lidl. Das Urteil der Tester: Lidl zeigt, dass auch ein Bioprodukt nicht teuer sein muss und von guter Qualität sein kann. In Sachen Geschmack, Geruch und Aussehen erhielten die Mühlenwürstchen Wiener von Rügenwalder Mühle die besten Noten. Sie sind nur aus Schweinefleisch hergestellt und werden von einer essbaren Hülle aus Rinderkollagen umhüllt.

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Unter den Geflügelwienern konnte die Eigenmarke Güldenhof von Aldi Nord überzeugen.

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