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Statistik für 2020: Mehr als 30.000 Menschen in Deutschland starben an Covid-19

  • Bei mehr als 36.000 Menschen war im vergangenen Jahr Covid-19 als Erkrankung auf der Todesbescheinigung vermerkt.
  • In 83 Prozent der Fälle war die Infektion auch die Todesursache.
  • Das zeigt die vorläufige Todesursachenstatistik.
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Wiesbaden. Bei 36.291 Todesbescheinigungen war im vergangenen Jahr Covid-19 als Erkrankung vermerkt. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik hervor. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, war Covid-19 bei 30.136 Menschen und damit in 83 Prozent der Fälle auch die Todesursache. In 6155 Fällen (17 Prozent) starben die Personen mit einer Coronavirus-Infektion als Begleiterkrankung, jedoch an einer anderen Grunderkrankung.

Zum Vergleich: Die Zahl der Influenzatoten schätzt das RKI für die schlimmste Grippesaison auf rund 25.000 (Winter 2017/2018). Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass die Zahl der Menschen, die während des gesamten Pandemieverlaufs an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, in Deutschland mehr als 90.000 beträgt. Der Großteil von ihnen starb während der zweiten Welle bis Ende März 2021.

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Unterschied zwischen Statistiken

Covid-19-Sterbefälle würden auf zwei Meldewegen erfasst, erklärt das Statistische Bundesamt: „Zum einen über die amtliche Todesursachenstatistik, zum anderen über die Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).“ Auf letzteres beziehen sich das RKI und die Landesgesundheitsämter.

Die Unterscheide in den Dokumentationsformen führten dazu, dass die Fallzahlen in beiden Statistiken nicht identisch seien. Die vorläufigen Ergebnisse der Todesursachenstatistik werden ab dem Berichtszeitraum Januar 2020 erstmals monatlich veröffentlicht und umfassen laut Statistischem Bundesamt bis zur vorliegenden Auswertung knapp 92 Prozent aller Sterbefälle.

Mehr als 200.000 Menschen starben an Krebs

In der Statistik werden zudem weitere vorläufige Ergebnisse zu anderen Todesursachen genannt. So starben beispielsweise im vergangenen Jahr rund 237.000 Menschen an sogenannten „Neubildungen“, dazu zählen, einfach gesagt, zum Beispiel Brustkrebs, Darmkrebs oder auch Lungenkrebs. Herzkreislauferkrankungen führten bei mehr als 314.000 Menschen zum Tod, darunter Herzinfarkt und Bluthochdruck.

An Grippe und Pneumonie (also Lungenentzündungen, die verschiedene Ursachen haben können), sind demnach im Jahr 2020 rund 16.000 Menschen gestorben. Die Zahl der Suizide lag den Angaben zufolge im Jahr 2020 nach der vorläufigen Auswertung bei 8565 und damit bislang leicht unter dem Wert von 2019 mit 9041.

RND/dpa/asu

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