• Startseite
  • Gesundheit
  • Sputnik V: Russischer Corona-Impfstoff soll in zwei Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern produziert werden

Sputnik V aus Deutschland: Zwei Firmen aus MV planen Produktion des russischen Corona-Impfstoffs

  • Seit einigen Wochen prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine mögliche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V.
  • Geplant ist, bis zum Sommer eine Entscheidung zu treffen.
  • Schon jetzt zeigen laut Insidern zwei Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern Interesse an der Herstellung.
Anzeige
Anzeige

Zwar steht eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) noch aus, doch schon jetzt werfen zwei deutsche Unternehmen ihren Hut für die Produktion in den Ring: Zwei Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern, die Miltenyi Biotec GmbH in Teterow und die Ceva Tiergesundheit GmbH auf Riems/Greifswald, planen nach Informationen der „Ostsee-Zeitung“ (OZ) die Herstellung des russischen Covid-19-Vakzins Sputnik V.

Ziel sei dabei nicht nur eine Produktion für die laut Impfdashboard rund 55 Prozent der deutschen Bevölkerung, die noch keine schützende Spritze gegen das Coronavirus bekommen haben, sondern auch der Export für Drittländer, berichtet ein Insider der Tageszeitung. Offiziell bestätigt das zuständige Ministerium dem Bericht nach aber nur so viel: Es finden Gespräche zwischen interessierten Unternehmen aus Deutschland und Russland statt. „Bilaterale Gespräche zwischen den Firmen aus MV und russischen Produktionsverantwortlichen sind in den nächsten Tagen geplant“, so Sprecher Gunnar Bauer.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.
Anzeige

Schon in der Vergangenheit hat der zuständige Gesundheitsminister, Harry Glawe (CDU), mehrfach angekündigt, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V in Lizenz herstellen lassen zu wollen. Mecklenburg-Vorpommern biete gute Firmen für das Vorhaben, hieß es. Außerdem stellte Glawe finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die sich an der Produktion des Vakzins beteiligen, in Aussicht.

Anzeige

Noch prüft die EMA den Impfstoff: Wieso es für Sputnik V noch keine Zulassung gibt

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das sogenannte Rolling-Review-Verfahren für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V im März gestartet. Dabei werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Ergebnisse vorliegen und auch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Sobald genügend Nachweise vorliegen, kann der Hersteller die Marktzulassung in der EU beantragen. Wann genau sie erfolgt, ist daher nicht abzusehen.

RND/jo

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen