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Sozialverband VdK: „Impfstoff ist da, verkommt aber teils in Impfzentren“

  • Der Sozialverband VdK kritisiert das schleppende Tempo bei Corona-Impfungen in den Ländern.
  • Obwohl genügend Impfstoff da sei, verkomme er teilweise in den Impfzentren, so der Vorwurf.
  • Trotzdem warten einige dem Verband nach verzweifelt auf einen Termin.
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Berlin. Der Sozialverband VdK hat ein weiterhin schleppendes Tempo bei Corona-Impfungen in den Ländern kritisiert. „Der Impfstoff ist da, verkommt aber teils in den Impfzentren“, sagte Präsidentin Verena Bentele am Dienstag. Beim Verband meldeten sich immer mehr Mitglieder, die chronisch krank oder behindert seien und sich impfen lassen wollten, aber verzweifelt auf Termine warteten. Der VdK monierte, dass der Bund das Verfahren den Ländern und Landräten überlasse. Diese seien offensichtlich heillos überfordert, Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen ausfindig zu machen.

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Allein vom Impfstoff des Herstellers Astrazeneca sollen bis diesen Donnerstag knapp 1,1 Millionen weitere Dosen ausgeliefert werden. Insgesamt erhöht sich die Menge so auf fast 3,2 Millionen, wie aus Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Es gibt aber schon einen Impfstau: Bis einschließlich Montag wurden nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) nur 514.000 Dosen verabreicht. Auf Halde liegen 83,8 Prozent der bis Donnerstag erwarteten Lieferungen. Dabei ist die Lage in den Ländern aber unterschiedlich.

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Der VdK kritisierte, die Bundesregierung habe es verschlafen, ein Gesamtkonzept mit einheitlichen Regelungen zu schaffen. Man könnte zum Beispiel mit Patientendaten der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen arbeiten, um das Impfen zu koordinieren. Es müsse jetzt schon ein Konzept für die Terminvergabe entwickelt werden, wenn es genug Impfstoff geben sollte.

RND/dpa

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