Slowenien stellt Kontakt-Nachverfolgung bei Corona-Infizierten ein

  • Bisher hatte Slowenien, ebenso wie Deutschland, auf eine Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten gesetzt.
  • Jetzt stellen die Gesundheitsämter die Nachverfolgung ein.
  • Der Grund: Die Zahl der Fälle und der damit verbundene Aufwand wurde zu groß.
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Ljubljana. Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat das slowenische Gesundheitsamt am Samstag die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen, hieß es. Positiv Getestete werden aber weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhalten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren.

Infektionen in Slowenien im Vergleich zu Deutschland

Im EU-Land Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Was im Vergleich zu Deutschland mit mehreren Tausend Neuinfektionen nicht sonderlich hoch klingt, muss ins Verhältnis zu Einwohnerzahl gesetzt werden. Denn im Zwei-Millionen-Einwohner-Land Slowenien hat sich die Zahl der aktiven Fälle binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Zahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100.000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben. In Deutschland gibt es im Bundesdurchschnitt 368 Covid-19-Fälle auf 100.000 Einwohner.

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Seit Beginn der Pandemie im März haben sich nach offiziellen Angaben 13 151 Menschen mit dem Virus Sar-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 187 von ihnen starben an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

RND/dpa

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