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Selbstisolation: Angehörige können Ansteckungsrisiko vor Heimbesuch senken

  • Für manche ist es ein Dilemma: Sie wollen zum Fest Angehörige im Pflegeheim besuchen, ihre Lieben aber keinem Risiko aussetzen.
  • Doch das ist einem Fachmann zufolge noch lange kein Absagegrund.
  • Wer sich vorher freiwillig isoliert, minimiert das Ansteckungsrisiko für Heimbewohner.
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Nürnberg. Mama, Papa, Oma oder Opa zu Weihnachten im Pflegeheim zu besuchen, wird vielerorts unter Einhaltung geltender Hygieneregeln möglich sein. Dennoch scheuen sich manche davor, da sie ihre älteren Angehörigen keinem Corona-Ansteckungsrisiko aussetzen möchten. Für den Psychogerontologen Prof. Frieder R. Lang ist das aber „eine bequeme Ausrede, die ich nicht gelten lasse“.

Jeder, der sich wirklich kümmern möchte, könne dafür sorgen, dass er oder sie kein Risiko darstelle, und sich etwa schon fünf Tage vor dem Besuch im Heim in Selbstquarantäne begeben, sagt der Forscher von der Universität Erlangen-Nürnberg.

Besuche an Weihnachten überwiegend möglich

„Wer das nicht kann, der sollte sich nicht damit rausreden, seine Angehörigen zu schützen, sondern sich eingestehen, wenn man nicht bereit ist, dafür ein Opfer zu bringen“, sagt Lang. Andererseits brächten viele ältere Heimbewohner Verständnis dafür auf, wenn sich ihre Angehörigen nicht selbst kasteien wollten.

Viele große Träger haben sich dem Experten zufolge inzwischen sinnvolle Konzepte überlegt, um einen risikoarmen Zugang zu ermöglichen. Dies zeigt auch eine stichprobenhafte Umfrage unter mehreren großen Organisationen, darunter der Diakonie und der Caritas. Demnach sind in der Regel Besuche um Weihnachten herum möglich, natürlich unter Vorkehrungen. Auch Geschenke per Post können geschickt werden.

RND/dpa

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