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Sechsfachimpfung für Säuglinge: STIKO empfiehlt eine Impfstoffdosis weniger

  • Die Ständige Impfkommission hat das Impfstoffschema der Sechsfachimpfung für Säuglinge vereinfacht.
  • Babys sollen zukünftig nur noch im Alter von zwei, vier und elf Monaten geimpft werden.
  • Frühgeborene sollen hingegen weiter vier Impfstoffdosen der Sechsfachimpfung erhalten.
Laura Beigel
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Berlin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung für die Sechsfachimpfung im Säuglingsalter aktualisiert. Statt des seit 1994 gängigen 3+1-Impfschemas sollen Babys zukünftig nach dem 2+1-Schema geimpft werden.

Frühgeborene weiter nach 3+1-Schema impfen

Die Sechsfachimpfung schützt gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B. Bisher wurden Säuglinge im Alter von zwei, drei, vier und elf Monaten gegen diese Krankheiten geimpft. Beim 2+1-Impfschema entfällt die zweite Impfdosis im Alter von drei Monaten.

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Aber: “Frühgeborene, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren sind, sollen weiterhin mit vier Impfstoffdosen nach dem 3+1-Impfschema geimpft werden”, teilt die STIKO im Epidemiologischen Bulletin (26/2020) des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit.

Impfungen vor dem ersten Geburtstag abschließen

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Die Reduktion des Impfschemas hat zum Ziel, den “Impfplan zu vereinfachen, Arzttermine für Säugling und Eltern einzusparen und so die zeitgerechte und vollständige Umsetzung der Sechsfachimpfungen für Ärzte und Eltern zu erleichtern”, heißt es in einer Mitteilung des RKI. Das Institut koordiniert die Arbeit der STIKO.

Wie auch beim 3+1-Impfschema sollte die Impfserie nach dem 2+1-Schema bestenfalls vor dem ersten Geburtstag abgeschlossen sein. So könnten Kleinkinder auch bei einem frühen Eintritt in den Kindergarten gegen die Krankheiten geschützt werden.

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“Oftmals möchten Eltern ihre Kinder aus Sorge vor einer Überforderung des Immunsystems möglichst spät impfen”, heißt es in der RKI-Mitteilung weiter. “Sie bedenken dabei nicht, dass gerade diese impfpräventablen Erkrankungen im jungen Säuglingsalter besonders gefährlich sind und Impfungen die einzige sichere Schutzmöglichkeit bieten.”

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