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Starkes Schwitzen: Die besten Tipps für den Sommer

Schweiß kühlt den Körper bei Hitze oder Anstrengung ab, ist aber gleichzeitig auch sehr unangenehm.

Schweiß kühlt den Körper bei Hitze oder Anstrengung ab, ist aber gleichzeitig auch sehr unangenehm.

Hannover. Beim Sport und vor dem ersten Date kommen viele ins Schwitzen – das ist klar. Im Sommer braucht es aber keine körperliche Anstrengung oder Nervosität, damit es unter den Achseln nass wird oder Schweiß vom Gesicht tropft. Das kann nicht nur für ein unangenehmes Gefühl sorgen, sondern auch für einen strengen Geruch. Damit das Schwitzen nicht zur Last wird, sollte man im Vorfeld die richtigen Maßnahmen treffen und einige Fehler vermeiden.

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Schwitzen ist wichtig für den Körper, kann aber auch krankhaft sein

So unangenehm es auch sein mag: Eigentlich hat Schweiß eine sehr wertvolle Funktion für den Körper. “Schweiß kühlt den Körper ab und schützt ihn so vor Überwärmung”, sagt der Münchener Hautarzt Dr. Christoph Liebich. Bei Hitze kurbelt der Körper also die Schweißproduktion an, um die Temperaturunterschiede auszugleichen. Schwitzen ist also völlig normal und wichtig für den Körper. Manche Menschen schwitzen aber übermäßig stark – darunter im Gesicht, an den Händen und an den Füßen. Dann kann es sich um die Krankheit Hyperhidrose handeln, die die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränken kann.

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Deos (mit Aluminium) als wichtigste Mittel gegen starkes Schwitzen

Es dürfte eigentlich keine große Überraschung sein: “Deos – vor allem aluminiumhaltige – sind ein ganz wichtiges Mittel gegen starkes Schwitzen”, sagt Liebich. Das in sogenannten Anti-Transpiranten enthaltene Aluminiumchlorid zieht die Schweißporen zusammen – dadurch schwitzt man weniger. Deodorants töten oder hemmen zudem die Bakterien, die einen strengen Körpergeruch verursachen, informiert der Internist Dr. Karl Baur in Donaueschingen auf seiner Homepage.

Manche Forscher haben bei Deos mit Aluminium allerdings bedenken, da einige Studien einen Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme und Krankheiten wie Brustkrebs und Alzheimer nahe legen. Laut Lieblich gibt es allerdings noch keinen Grund zur Sorge: „Es gibt keine wissenschaftlichen Belege, dass Aluminium-Deos schädlich sind. Sie sind zugelassene Produkte, die ohne Bedenken verwendet werden können“, so der Dermatologe.

Kaffee, Alkohol und scharfe Speisen sind schweißtreibend

Auch auf die Ernährung sollte man bei höheren Temperaturen achten. “Kaffee, Alkohol und scharfe Speisen wirken schweißtreibend”, betont Liebich. Daher sollte man bei Hitze lieber die Finger davon lassen. Besser sind wasserhaltige Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, informiert die Klinik am Pelikanplatz für plastische und ästhetische Chirurgie in Hannover. Damit der Körper kühl bleibt, sollten zudem möglichst lauwarme Getränke und keine eiskalten oder heißen Getränke getrunken werden. Denn dann muss der Körper wieder mehr arbeiten, um die Temperaturunterschiede auszugleichen.

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Salbeitee: Altes Hausmittel gegen starkes Schwitzen

Gegen übermäßiges Schwitzen kann auch ein Hausmittel helfen: Salbeitee kann die Schweißproduktion reduzieren, sagen die Ärzte der Klinik am Pelikanplatz in Hannover. Es wird empfohlen mehrmals in der Woche oder sogar täglich bis zu einen Liter Salbeitee zu trinken – am besten über zwei bis drei Wochen. Man kann etwa ein Ritual daraus machen und morgens und abends eine Tasse Tee trinken. Ansonsten können auch Salbeitabletten helfen. Ob Salbeitee aber wirklich hilft, ist nicht garantiert, sagt Liebich.

Unangenehmer Geruch entsteht in Verbindung mit Bakterien

Bei unangenehmen Gerüchen sollte man am besten in die Dusche hüpfen – bei Hitze gerne auch häufiger. Schweiß besteht nämlich zu 99 Prozent aus Wasser, erklärt Wolfgang Schillings vom Athleticum der Uniklinik Hamburg-Eppendorf. Und Wasser stinkt bekanntlich nicht. “Unangenehmer Geruch entsteht in Verbindung mit Bakterien.” Wer die Haut regelmäßig reinigt, sollte beim Schwitzen also nicht stinken. Es sei denn, die Bakterien stecken in der Kleidung.

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Bei Hyperhidrose: Behandlungen mit Botox oder Medikamenten wirksam

Wer trotz Deo und regelmäßigem Duschen übermäßig schwitzt, sollte andere Behandlungsmethoden in Erwägung ziehen. Besonders wenn das Schwitzen zur ständigen Last wird oder krankhaft ist (Hyperhidrose), sollte man sich bei einem Arzt beraten lassen. „Eine Möglichkeit ist es, sich Botulinumtoxin unter die Achseln spritzen zu lassen“, sagt Hautarzt Liebich. So wird die Schweißabsonderung blockiert. Die Botoxbehandlung kann auch an Händen, Füßen oder an der Stirn erfolgen und hält meist mehrere Monate an. Andere Behandlungsmöglichkeiten sind laut Liebich die Schweißdrüsen absaugen zu lassen oder Medikamente, sogenannte Antihidrotika, einzunehmen.

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