Keime in Milch und Wurst: Was Verbraucher wissen müssen

  • In vielen Supermärkten wurden Milchpackungen mit Keimbelastung verkauft.
  • Verbraucher sollten die Milch vorsichtshalber abkochen.
  • Auch die Keimbelastung in Wurstwaren der Firma Wilke besorgt die Verbraucher.
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Bremen/München. Verbraucher werden dieser Tage von einer beunruhigenden Nachricht nach der nächsten heimgesucht. Erst sorgt die mit Listerien belastete Wurst der Firma Wilke für große Verunsicherung, nun rufen zwei Molkereigenossenschaften Milchprodukte zahlreicher Marken zurück. Der Verdacht: Keimbelastung. Derweil ruft Aldi Nord in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Nordhessen zwei Sorten Toastbrot wegen möglicher Kunststoffteilchen zurück.

Die wichtigsten Informationen für Verbraucher im Überblick.

Bundesweiter Rückruf von Milch

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Angesichts eines bundesweiten Rückrufs müssen Verbraucher derzeit bei der Milch in ihrem Kühlschrank genauer hinschauen. Betroffene Kunden sollten die entsprechenden Kartons zurückbringen und sich das Geld erstatten lassen, empfiehlt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern.

Wer im Moment generell auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Milch sprudelnd aufkochen. Das töte in diesem Fall die Keime ab, sagt Danitschek. Sie gibt aber zu bedenken: Darunter leidet die Qualität der Frischmilch. Enthaltene Vitamine werden zerstört, zudem habe sie dann einen "Kochgeschmack".

Keime in der Milch

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Mehrere Einzelhandelsketten haben eine große Menge Milchkartons aus dem Handel genommen – die enthaltene Frische Fettarme Milch mit 1,5 Prozent Fett könnte mit Bakterien belastet sein, die unter Umständen beispielsweise zu Durchfall führen.

Betroffen seien Produkte verschiedener Handelsmarken mit dem Genusstauglichkeits-Kennzeichen DE NW 508 EG und mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten.

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Liste der betroffenen Produkte im Internet

Wer im Kühlschrank nachschauen möchte, ob dort eines der zurückgerufenen Produkte steht – die Molkereigenossenschaft Deutscher Milchkontor sowie das Unternehmen Fude + Serrahn haben eine Liste der Produkte ins Internet gestellt. Fragen können Verbraucher außerdem beim Kundenservice der Genossenschaft unter 0251/26 56 73 71 oder per Mail an dmk@buw.de stellen.

Von dem laut der Genossenschaft und des Unternehmens bei Routinekontrollen festgestellten Bakterien Aeromonas hydrophila/caviae höre man nicht so oft, führt Verbraucherschützerin Danitschek aus. Bekannter sind etwa Darmkeime wie Salmonellen oder EHEC.

Aeromonas sind stäbchenförmige Bakterien, die eine hohe Temperaturtoleranz haben. Ab einer Erhitzung von mindestens 45 Grad sterben sie ab.

Keime auch in Wurst

Der Rückruf der keimbelasteten Milch fällt mitten in den Gesundheitsskandal der Firma Wilke. Nach drei Todesfällen, die im Zusammenhang mit mehreren Erkrankungen durch Listerien-Keime in Fleischwaren des Herstellers stehen, ist die Verunsicherung bei Verbrauchern groß.

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Listerien sind Bakterien, die Durchfall, Fieber und Erbrechen auslösen können. Bei Menschen mit schwachem Immunsystem können sie sogar lebensgefährlich sein. Listerien befinden sich auf vielen Lebensmitteln, die täglich konsumiert werden.

RND/dpa/pf