Rückflug aus Wuhan: Auch die Luftwaffencrew wird medizinisch untersucht

  • Die Luftwaffe bringt gerade deutsche Rückkehrer aus dem immer stärker vom Coronavirus betroffenen China zurück nach Deutschland.
  • Die Piloten müssen spontan ihren Zwischenstopp von Russland nach Helsinki verlegen.
  • Ob sie nach der Landung auch in Quarantäne müssen, ist noch unklar.
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Eigentlich war beim Rückflug der Sondermaschine aus Wuhan eine Landung an den Moskauer Flughäfen geplant. Jetzt verlegte die Maschine der Luftwaffe allerdings spontan den Zwischenstopp nach Helsinki, bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

In der Nacht auf Samstag hatte der Flieger Wuhan mit 128 Passagieren aus Deutschland und anderen europäischen Ländern verlassen. Die Ankunft am Frankfurter Flughafen sei laut Luftwaffe für Samstagnachmittag geplant.

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Coronavirus: Spahn warnt vor Panikmache
1:01 min
Gesundheitsminister Jens Spahn warnt vor Panikmache vor dem Coronavirus.  © Saskia Bücker/AFP

Der Grund für die Verlegung des Zwischenstopps: „Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt. Aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert“, sagte Oberst Daniel Draken, Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums, gegenüber „Bild“.


Unklar, ob auch Luftwaffencrew in Coronavirus-Quarantäne muss

Nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollen die Menschen schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden, danach auch in einem sogenannten Medical Assessment Center – einer umgewidmeten Sporthalle. Sollte dabei jemand Symptome zeigen, werde er in die Frankfurter Universitätsklinik in eine Isolierstation gebracht, heißt es vom Frankfurter Gesundheitsamt.

Alle anderen Passagiere sollen zu einer Kaserne in Germersheim gebracht werden. Dort sollen sie sich zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus in eine mindestens 14-tägige Quarantäne begeben. Ob sich auch die Luftwaffencrew und die Piloten in Quarantäne begeben müssen, ist noch unklar. „Es gibt bei diesem Verfahren noch keine offizielle Ansage“, sagte ein Sprecher der Luftwaffe gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Am Nachmittag äußerte sich kurz vor der Landung der Stellvertreter des Kommandeurs, Oberst Johannes Stamm in einem Video auf dem Twitter-Account der Luftwaffe. Die Maschine werde nach der Landung in Frankfurt nach Köln überführt und die Besatzung medizinisch untersucht.


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