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Robert-Koch-Institut: Anteil britischer Corona-Variante bei 88 Prozent

Mitarbeiterinnen an einem PCR-Gerät, mit dem Sars-CoV-2-Proben analysiert und ausgewertet werden.

Mitarbeiterinnen an einem PCR-Gerät, mit dem Sars-CoV-2-Proben analysiert und ausgewertet werden.

Berlin. Die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 hat einen Anteil von 88 Prozent in Deutschland erreicht. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochabend mit Verweis auf Tests der vergangenen Woche (22.–28. März) mit. Ihr Anteil sei kontinuierlich gestiegen.

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Britische Corona-Variante löst fast 90 Prozent der Neuinfektionen aus

In Deutschland war die britische Corona-Variante erstmals im Dezember nachgewiesen worden. Gut drei Monate später hat sie die Ursprungsvariante fast verdrängt.

Deutlicher Anstieg von Patienten in Kliniken erwartet

Die Verbreitung der Variante sei besorgniserregend, weil sie „nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten.“ Es sei daher mit weiter steigenden Zahlen von Covid-19-Fällen in Kliniken zu rechnen.

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Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützten nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und auch vor schweren Erkrankungen durch zwei andere Varianten, schreibt das RKI.

Diese beiden Virusvarianten spielen laut RKI derzeit in Deutschland kaum eine Rolle: Die in Südafrika verbreitete Variante B.1.351 sei in 0,8 Prozent der darauf untersuchten positiven Proben nachgewiesen worden, die stark in Brasilien zirkulierende Variante P.1 sogar nur in 0,1 Prozent. Beide Varianten können den Antikörpern des Immunsystems ein Stück weit entweichen.

Ihr Anteil sei so niedrig, weil es in Deutschland keine Bevölkerungsimmunität gebe, hatte der Berliner Virologe Christian Drosten kürzlich in einem NDR-Podcast erklärt. „Diese Varianten kommen nur dann hoch, wenn wir in der Bevölkerung schon eine Immunität haben. Sonst profitieren die nicht von ihren Mutationen.“ Auch Drosten zufolge schützen die Impfstoffe jedoch in beiden Fällen vor einem schweren Covid-19-Verlauf.

RND/dpa

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