RKI meldet 21.695 neue Corona-Infektionen in Deutschland

  • Bis Samstag früh verzeichnete das Robert-Koch-Institut 21.695 Corona-Neuinfektionen.
  • Das sind rund 1111 Fälle weniger als noch am Vortag.
  • Zudem registrierte die Behörde 379 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2.
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Berlin. In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden übermittelt – 1111 Fälle weniger als am Freitag (22.806). Das meldete das RKI am frühen Samstagmorgen. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 22.964 gelegen. Der Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 379 neue Todesfälle.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind, stieg auf insgesamt 15.965. Das RKI hat seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.028.089 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland gezählt (Stand: 28.11., null Uhr). Nach Schätzungen sind rund 711.000 Menschen inzwischen genesen – 14.900 mehr als am Vortag.

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Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,93 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter eins, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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Bei der Beurteilung der Maßnahmen kommt es auch auf Kapazitäten von Intensivbetten, Geräten und Personal an. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erfasste zuletzt 3854 Corona-Patienten, die in 1288 Krankenhäusern in Deutschland intensivmedizinisch behandelt werden müssen. 60 Prozent der Corona-Intensivpatienten müssen künstlich beatmet werden. Zudem verzeichnete die Divi 22.300 belegte Intensivbetten. 5318 Betten sind noch frei.

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Das sollte man bei der Beurteilung der Infektionslage beachten

Am 11. November hat das RKI seine Empfehlungen der Testkriterien geändert. Das bedeutet, es sollen nur noch Menschen mit schwerer, coronatypischer Symptomatik sowie Kontaktpersonen von Covid-19-Patienten getestet werden. Dadurch könnte die Corona-Dunkelziffer steigen, weil Infizierte mit milden Symptomen nicht mehr erfasst werden.

Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Corona-Tests kontinuierlich gestiegen. Bis Anfang September wurden in Deutschland mehr als 13,4 Millionen Tests durchgeführt. In der ersten Novemberwoche waren es knapp 1,6 Millionen Corona-Tests. Nach der geänderten Teststrategie ist die Zahl zuletzt auf rund 1,3 Millionen gesunken. Allerdings gibt es in mehreren Laboren einen Probenrückstau.

Auch die Positivenrate spielt bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens in Deutschland eine Rolle. Diese Kennzahl gibt an, wie viele der durchgeführten Corona-Tests tatsächlich positiv sind. Steigt die Positivenrate, ist das ein Hinweis darauf, dass das Infektionsgeschehen zunehmen könnte.

Positiver Corona-Test bedeutet nicht Infektiosität

Fällt ein Corona-Test positiv aus, bedeutet das, dass sich die Getesteten mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es heißt aber nicht, dass sie auch infektiös sind und andere anstecken können. Die Höhe des Ansteckungsrisikos hängt von der Virusmenge ab.

Die Viruskonzentration beschreibt der sogenannte Ct-Wert. Je höher diese Kennzahl ist, desto niedriger ist die Viruskonzentration und desto weniger wahrscheinlich ist es, dass die Infizierten andere Menschen anstecken können. Das RKI weist darauf hin, dass der Ct-Wert je nach Probennahme und Testverfahren variieren kann.

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RND/dpa

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