Wert knapp über Vorwochenstand: RKI meldet 22.964 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

  • Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt weiter leicht an.
  • Der Wert am Samstag lag leicht über dem, der am Samstag vor einer Woche gemeldet wurde.
  • Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland 902.528 Ansteckungen erfasst.
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Berlin. In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902.528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884. Das RKI schätzt, dass rund 593.100 Menschen inzwischen genesen sind.

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Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit Sars-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) erfasste zuletzt 3.615 Corona-Patienten, die in 1.287 Krankenhäusern in Deutschland intensivmedizinisch behandelt werden müssen. 57 Prozent der Corona-Intensivpatienten müssen künstlich beatmet werden. Zudem verzeichnete die Divi 22.066 belegte Intensivbetten. 6.107 Betten sind noch frei.

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Das muss bei der Beurteilung der aktuellen Infektionslage beachtet werden

Am 11. November hat das RKI seine Empfehlungen der Testkriterien geändert. Das bedeutet, es sollen nur noch Menschen mit schwerer, coronatypischer Symptomatik sowie Kontaktpersonen von Covid-19-Patienten getestet werden. Dadurch könnte die Corona-Dunkelziffer steigen, weil Infizierte mit milden Symptomen nicht mehr erfasst werden.

Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Corona-Tests kontinuierlich gestiegen. Bis Anfang September wurden in Deutschland mehr als 13,4 Millionen Tests durchgeführt. Alleine in der ersten Novemberwoche waren es knapp 1,6 Millionen Corona-Tests. Nach der geänderten Teststrategie ist die Zahl zuletzt auf rund 1,3 Millionen gesunken. Allerdings gibt es in mehreren Laboren immer noch einen Probenrückstau.

Auch die Positivenrate spielt bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens in Deutschland eine Rolle. Diese Kennzahl gibt an, wie viele der durchgeführten Corona-Tests tatsächlich positiv sind. Steigt die Positivenrate, ist das ein Hinweis darauf, dass das Infektionsgeschehen zunehmen könnte.

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI die neue Positivenrate in seinem Situationsbericht. Seit Anfang September steigt die Quote an: Waren in der 37. Kalenderwoche (7. bis 13. September) noch 0,86 Prozent der Tests positiv, sind es nach der geänderten Teststrategie bereits neun Prozent gewesen.

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Positiver Corona-Test sagt nichts über Infektiosität aus

Fällt ein Corona-Tests positiv aus, bedeutet das, dass sich die Getesteten mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Es heißt aber nicht, dass sie auch infektiös sind und andere anstecken können. Die Höhe des Ansteckungsrisikos hängt von der Virusmenge ab.

Die Viruskonzentration beschreibt der sogenannte Ct-Wert. Je höher diese Kennzahl ist, desto niedriger ist die Viruskonzentration und desto weniger wahrscheinlich ist es, dass die Infizierten andere Menschen anstecken können. Das RKI weist darauf hin, dass der Ct-Wert je nach Probennahme und Testverfahren variieren kann.

RND/dpa

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