RKI-Reproduktionszahl sinkt noch weiter

  • Die vom Robert-Koch-Institut ausgewiesene Reproduktionszahl ist noch weiter gesunken.
  • Am Mittwoch lag der Wert bei 0,81 - also unter dem kritischen Wert von 1.
  • Das RKI gibt aber zu Bedenken, dass sich die Einschätzung auch wieder ändern kann.
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Die vom Robert-Koch-Institut errechnete Reproduktionszahl für Deutschland ist nun noch weiter gesunken. Das gibt das RKI in seinem aktuellen Situationsbericht von Mittwoch, 13. Mai, bekannt. Der R-Wert wird nun auf 0,81 geschätzt, einen Tag zuvor lag er noch bei 0,94. Am Wochenende schwankte er leicht um den kritischen Wert von 1.

Nun also ein Wert von 0, 81: Das bedeutet, dass zehn mit dem Coronavirus Infizierte nur noch knapp acht weitere Personen anstecken. Um Zufallsseffekte einzelner Tage auszuschließen, lässt sich laut RKI erst nach vier Tagen Beobachtungszeit ein genauerer Trend der Ansteckungsrate abschätzen.

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Einschätzung kann sich schnell ändern

Das Institut hatte zuletzt erläutert, dass es aufgrund lokaler Ausbruchsgeschehen wie etwa in Schlachtereien zu kurzfristigen Schwankungen bei der ausgewiesenen Reproduktionszahl kommen könne. Auch die derzeit niedriger ausfallenden Fallzahlen bei den Neuinfektionen spielten eine Rolle. Der Wert sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern zusammen mit Faktoren wie der Anzahl der Neuinfektionen und der Schwere der Covid-19-Erkrankungen.

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Auch wenn die Anzahl der neu ermittelten Fälle rückläufig ist und das RKI momentan nicht von einem erneuten Anstieg ausgeht, schätzt es die Situation nach wie vor als ernst ein. Diese Einschätzung könne sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

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Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nehme laut RKI mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Wie groß die Gefahr für einen schweren Verlauf ist, hänge unter anderem von der Region ab. “Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, physische Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein", heißt es im aktuellen Situationsbericht.

RND/tmo



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