RKI: Fast 50 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland

  • Deutschland bewegt sich bei den Corona-Impfungen auf die 50-Millionen-Marke zu.
  • Dem Robert Koch-Institut zufolge wurden bis Sonntag 49,9 Millionen Impfdosen verabreicht.
  • Mehr als 35 Millionen Menschen haben hierzulande mindestens eine Impfstoffdosis erhalten, 14,6 Millionen sind bereits vollständig geimpft.
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Berlin. Die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen nähert sich der Marke von 50 Millionen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10.20 Uhr) waren mit Sonntag seit Beginn der Impfkampagne 49,9 Millionen Impfungen verabreicht worden. Am Sonntag erhielten 270.927 Menschen eine Spritze. 14,6 Millionen sind nun vollständig geimpft.

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Insgesamt haben den Angaben zufolge 35.755.407 Menschen (43 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. „Es geht voran: Ab der nächsten Woche impfen dann erstmalig auch flächendeckend die Betriebsärzte mit“, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit.

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Impfquote in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 46,2 Prozent. Sachsen liegt mit 37,9 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der verabreichten Dosen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

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Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

Priorisierung entfällt in den Bundesländern bis zum 7. Juni - auch Kinder könnten bald geimpft werden

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Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher. Von diesem Zeitpunkt an können sich alle Impfwilligen bei den Impfzentren und Hausärzten um einen Impftermin bemühen. „Ab der nächsten Woche impfen dann erstmalig auch flächendeckend die Betriebsärzte mit“, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit.

Seit vergangenem Freitag hat die EMA die Zulassung für das Vakzin von Biontech und Pfizer in der EU auch für Kinder ab 12 Jahren befürwortet. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission steht noch aus, ebenso die Prüfung der Stiko, ob sie eine Impfung für Kinder generell empfiehlt. Von der Stiko gab es bereits Signale, dass sie möglicherweise keine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder geben wolle, sondern nur für vorerkrankte Kinder.

Lieferprobleme noch immer nicht vollständig behoben

Mit Aufhebung der Priorisierung rückt auch die Lieferung der Impfstoffdosen durch die Hersteller wieder besonders in den Fokus. Der US-Hersteller Johnson & Johnson hat nach Angaben aus EU-Kreisen bereits Lieferprobleme bei seinem Corona-Impfstoff angezeigt. Die für das zweite Quartal erwarteten 55 Millionen Impfstoffdosen würden wohl nicht erreicht.

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Auch der Hersteller Astrazeneca konnte die bestelle Menge an Impfstoffdosen nicht liefern. Die EU-Kommission hatte 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff von Astrazeneca bestellt und auf Lieferungen bis Ende Juni gesetzt. Doch gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Für das zweite Quartal werden anstelle der vereinbarten 180 Millionen nur 70 Millionen Dosen erwartet.

RND/dpa

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