RKI: Corona-Neuinfektionen mit Delta-Variante innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt

Die Coronavirus-Variante war erstmals in Indien entdeckt worden.

Die Coronavirus-Variante war erstmals in Indien entdeckt worden.

Berlin. Die zuerst in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta macht in Deutschland inzwischen 37 Prozent aller Neuinfektionen aus. Das geht aus dem aktuellen Virusvariantenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. In der Vorwoche war Delta noch in 17 Prozent aller positiven Sars-CoV-2-Proben nachgewiesen worden, damit hat sich der Anteil der Mutante innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt.

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„Die aktuell vorliegenden Daten zeigen, dass damit zu rechnen ist, dass die Variante B.1.617.2 (Delta) sich gegenüber den anderen Varianten, insbesondere auch gegenüber der bisher dominierenden Variante B.1.1.7 (Alpha) durchsetzen wird“, schreibt das RKI. Den Anteil von Alpha beziffert die Behörde aktuell mit 55 Prozent; er ist seit der 21. Kalenderwoche (24. bis 30. Mai) kontinuierlich gesunken. Schon in dieser Woche könne Delta mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmachen, heißt es im RKI-Bericht. Die Anteile der Virusvarianten Beta und Gamma bleiben mit rund 1 Prozent weiterhin gering.

Delta ist ansteckender – und möglicherweise gefährlicher

Die Delta-Variante ist nach ersten Erkenntnissen ansteckender als Alpha. „Delta verbreitet sich also noch schneller, vor allem natürlich in der ungeimpften Bevölkerung“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am vergangenen Freitag bei der Bundespressekonferenz. „Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden.“ Vor allem Menschen unter 60 Jahren würden sich derzeit mit der Virusvariante infizieren, meist in privaten Haushalten.

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Zudem könnte Delta auch häufiger zu Behandlungen im Krankenhaus führen. Das legen zumindest Zahlen aus dem deutschen Meldewesen nahe, die das RKI ausgewertet hat. Demnach würden 11 Prozent der Delta-Infizierten in Kliniken behandelt. Bei der Virusvariante Alpha seien es nur fünf Prozent, so Wieler. Genau Fallzahlen nannte er nicht. Das RKI will die Ausbreitung von Delta weiterhin genau beobachten.

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