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„Scheint noch alles unter Kontrolle“: RKI-Chef Wieler sieht Corona-Lage gelassen

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts.

Berlin. Trotz steigender Zahl der Corona-Neuinfektionen sieht der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, die Lage in Deutschland momentan gelassen. “Zurzeit scheint noch alles unter Kontrolle”, sagte Wieler der “Welt am Sonntag”. Allerdings könne sich die Situation jederzeit ändern, und die Fallzahl könne exponentiell steigen, betonte er unter Verweis auf die Entwicklungen in Israel, Spanien und Frankreich.

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Wieler appellierte an die Menschen, sich an die Regeln zu Abstand, Hygiene und Maskentragen zu halten und in Räumen zu lüften. "Wenn das alle tun, dann bin ich davon überzeugt, dass wir das gut überstehen können." Mit einem zweiten Lockdown rechnet der RKI-Chef nicht unbedingt. "Wenn wir die Ernsthaftigkeit behalten, die Achtsamkeit behalten, dann kann das aus meiner Sicht vermieden werden."

Betriebe scheinen die Pandemie gut zu managen

Derzeit steckten sich die Menschen in Deutschland hauptsächlich im privaten Umfeld an, “also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst”. In Geschäften und auch in Betrieben gebe es dagegen - mit einigen spektakulären Ausnahmen - nicht viele Ansteckungen. “Die meisten Betriebe scheinen die Pandemie gut zu managen.”

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Auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hält Wieler zurzeit nicht für bedenklich, "wenn man Mund-Nasen-Bedeckung trägt und Abstand hält". "Ich fahre auch jeden Tag mit der S-Bahn", sagte er, räumte jedoch ein, dass das Lüften in der Bahn in der kalten Jahreszeit schwierig werden könnte.

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen hatte am Samstag in Deutschland den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter nach RKI-Angaben 2507 neue Infektionen.

RND/dpa

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